Shui-Bo Wang
chinesisch-amerikanischer Bildender Künstler und Filmregisseur
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Shui-Bo Wang (chinesisch 王水泊 – „Wang Shuibo“; * 11. September 1960 in Jinan, Provinz Shandong)[1][2] ist ein chinesisch-kanadischer Filmregisseur.
Leben
Shui-Bo Wang wurde in China geboren und wuchs dort während der Kulturrevolution Mao Zedongs auf. Ende der 1970er Jahre wurde er Propaganda-Künstler für die Volksbefreiungsarmee und trat 1980 in die Kommunistische Partei ein.[1]
Anfang der 1980er Jahre studierte Wang Bildende Künste an der prestigeträchtigen Chinesischen Zentralakademie der Bildenden Kunst in Peking und lehrte dort später als Assistant Professor. Für sein weiterführendes Studium kam er im Herbst 1989 nach Montreal und begann dort seine Filmkarriere als Assistent des kanadischen Animationskünstlers Frédéric Back bei dessen damaligen Projekt, dem Oscar-nominierten Film Le fleuve aux grandes eaux, für den er tausende Bilder per Hand zeichnete.[2]
Wangs erster Film, Sunrise Over Tiananmen Square, war eine Autobiographie seiner Jugend während der Aufstände der 1960er, 1970er und 1980er Jahre. Der Film, der sich mit dem Kampf, Ideologien zu durchschauen und die Wahrheit zu entdecken, befasst, wurde 1999 für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert.[3] Es folgten seine weiteren Filme Swing in Beijing (2000), They Chose China (2006), der sich mit amerikanischen Soldaten, die aus nordkoreanischer Kriegsgefangenschaft nach China geflohen waren, befasst, und Never Release My Fist (2015).[1]
2006 erhielt Shui-Bo Wang ein Stipendium der John Simon Guggenheim Memorial Foundation.[4][1]
Neben seiner filmerischen Tätigkeit arbeitet Wang weiterhin als Dozent an der Chinesischen Zentralakademie der Bildenden Kunst.[2]
Filmografie
- 1998: Sunrise Over Tiananmen Square
- 2000: Swing in Beijing
- 2006: They Chose China
- 2010–2011: Arts China (Fernsehserie)
- 2015: Never Release My Fist
Weblinks
- Shui-Bo Wang bei IMDb