Shuidonggou

archäologische Stätte in der Volksrepublik China From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Shuidonggou-Stätte (chinesisch 水洞沟遗址, Pinyin Shuǐdònggōu yízhǐ) der Shuidonggou-Kultur (水洞沟文化, Shuǐdònggōu Wénhuà) aus dem späten Paläolithikum liegt auf dem Gebiet der Stadt Lingwu, Yinchuan, Autonomen Gebietes Ningxia der Hui-Nationalität in der Volksrepublik China. Es ist eine der ersten und ältesten in China entdeckten paläolithischen Stätten; sie wurde erstmals 1923 unter anderem von dem belgischen Missionar Gaspar Schotte (1881–1944) untersucht, ferner von Émile Licent und Pierre Teilhard de Chardin.[1]

Als Shuidonggou wird heute eine Gruppe von insgesamt 12 Freiluft-Grabungsstätten bezeichnet, in deren löss-artigen Sedimenten tausende Artefakte insbesondere aus der Zeit vor rund 40.000 bis 30.000 Jahren geborgen wurden.[2][3] Im Jahr 2000 wurde zudem das Fragment eines fossilen homininen Scheitelbeins entdeckt,[1] das rund 17.000 bis 9.000 Jahre (Radiocarbon-Jahre, unkalibriert) alt sei. Aufgrund seiner anatomischen Merkmale wurde das Fossil als Überrest eines anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) interpretiert.

Die Shuidonggou-Stätte steht seit 1988 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China (3-185).

Belege

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