Sianowo

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Sianowo (deutsch Schwanau, früher Sianowo; kaschubisch Swiónowò) ist ein Dorf im Powiat Kartuski (Karthauser Kreis) der polnischen Woiwodschaft Pommern.

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Sianowo
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Sianowo (Polen)
Sianowo (Polen)
Sianowo
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Kartuski
Geographische Lage: 54° 23′ N, 18° 5′ O
Einwohner: 349 (2005)
Postleitzahl: 83-328
Kfz-Kennzeichen: GKA
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Sianowo ist ein Wallfahrtsort, an dem Pilger das Sanktuarium der hl. Maria – Königin der Kaschuben – verehren.

Geographische Lage

Sianowoer oder Schwanauer See (2009)

Das Kirchdorf liegt im ehemaligen Westpreußen, in der Kaschubischen Schweiz, am Sianowoer oder Schwanauer See (poln. Jezioro Sianowskie), etwa 33 Kilometer westlich von Danzig, neun Kilometer nordwestlich von Kartuzy (Karthaus) und sieben Kilometer nördlich von Chmielno (Schmellen).

Geschichte

Dorfkirche (2007)
Pilger am Wallfahrtsort (2002)

Sianowo, damals noch Ottenow genannt, erhielt seine Handfeste 1393 vom Pflegeamt Mirchau des Deutschen Ordens und wurde mit deutschem Recht (Kulmer Recht) ausgestattet.[1] Um 1780 hieß der Ort Sanowo, Sianowo oder Schwanau, hatte neun Feuerstellen (Haushaltungen), befand sich im Besitz des Königs und war zu Strzepcz (Strepsch) eingepfarrt.[2]

Um 1910 befand sich im Dorf eine Mühle, und der Ort hatte 323 Einwohner.[3] Am 1. Dezember 1913 wurden auf der 440,8 Hektar großen Gemarkungsfläche der Landgemeinde Sianowo 45 viehhaltende Haushaltungen gezählt, die zusammen 62 Pferde, 142 Stück Rindvieh, 56 Schafe und 195 Stück Borstenvieh hielten.[4]

Bis 1920 bildete Sianowo eine Landgemeinde im Kreis Karthaus im Regierungsbezirk Danzig der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste ein großer Teil des Kreises Karthaus, darunter das Dorf Sianowo, am 10. Januar 1920 zum Zweck der Verlegung des sogenannten Polnischen Korridors durch westpreußisches Territorium an Polen abgetreten werden.[5] Nach dem Überfall auf Polen 1939 trat das Korridor-Gebiet mit der bisher polnischen Landgemeinde Sianowo am 26. Oktober 1939 zum Deutschen Reich, und das Dorf wurde am 25. Juni 1942 in Schwanau umbenannt.[5] Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte die Rote Armee die Region. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde Schwanau von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen.

Kirchspiel bis 1945

Die Katholiken in Sianowo, die von alters her zum Kirchspiel der Pfarrkirche zu Strepsch gehört hatten, wurden 1864 mit Genehmigung des Königs von ihrem bisherigen Pfarrverband abgezweigt und in die neu gegründete Pfarrei Sianowo eingegliedert.[6]

Die Evangelischen waren zu Mirchau eingepfarrt.[7]

Literatur

  • Sianowo, Kreis Karthaus, Provinz Westpreußen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Sianowo (meyersgaz.org).
  • Czajkowski M. (Redaktion): Powiat Kartuski : Szwajcaria Kaszubska / Kaszëbskô Szwajcarëjô. Tekst, Bydgoszcz 2003, S. (7), ISBN 83-7208-124-7
Commons: Sianowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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