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Sibratsgfäll

Gemeinde im Bezirk Bregenz, Vorarlberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Sibratsgfäll ist eine vom Tourismus geprägte Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bregenz, in der Region Vorderer Bregenzerwald mit 478 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Sibratsgfäll
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Sibratsgfäll
Sibratsgfäll (Österreich)
Sibratsgfäll (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Vorarlberg Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 29,21 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 10° 2′ O
Höhe: 929 m ü. A.
Einwohner: 478 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 16 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6952
Vorwahl: 05513
Gemeindekennziffer: 8 02 37
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorf 18
6952 Sibratsgfäll
Website: www.sibra-bregenzerwald.com
Politik
Bürgermeister: Martin Bereuter
Gemeindevertretung: (Wahljahr: 2025)
 
Insgesamt 9 Sitze
  • Bürger:innen Liste Sibratsgfäll: 9
Lage von Sibratsgfäll im Bezirk Bregenz
Lage der Gemeinde Sibratsgfäll im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)AlberschwendeAndelsbuchAuBezauBildsteinBizauBregenzBuchDamülsDorenEggEichenbergFußachGaißauHardHittisauHöchstHörbranzHohenweilerKennelbachKrumbachLangen bei BregenzLangeneggLauterachLingenauLochauMellauMittelbergMöggersReutheRiefensbergSchnepfauSchoppernauSchröckenSchwarzachSchwarzenbergSibratsgfällSulzbergWarthWolfurtVorarlberg
Lage der Gemeinde Sibratsgfäll im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Sibratsgfäll, Blick vom Krähenberg
Sibratsgfäll, Blick vom Krähenberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

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Motiv: Mündung des Rubaches in die Subersach

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Sibratsgfäll liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz im Subersachtal auf einer Seehöhe von 929 Metern Höhe. 46,0 % der Fläche sind bewaldet, 34,2 % der Fläche sind gebirgig (Alpen). Die Gemeinde liegt direkt an der Grenze zu Deutschland.

Gemeindegliederung

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Sibratsgfäll.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Sibratsgfäll grenzt an zwei österreichische und zwei deutsche Gemeinden.

Hittisau
Egg Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Balderschwang (Bayern, Oberallgäu)
Oberstdorf (Bayern, Oberallgäu)

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Sibratsgfäll stammt aus dem Jahr 1511. Darin wird beschrieben, dass ein Teil von Syfridtsgefäll als Vorsäß genutzt wurde. In einer Urkunde von 1515 wird die heute noch bestehende Parzelle Krähenberg als Vorsäß genannt.

In der Mitte des 17. Jahrhunderts begannen Bauern aus der Umgebung im heutigen Gemeindegebiet Holz zu schlagen und zu roden. Dazu wurden Tiroler Holzfäller, die sogenannten Schwozer, beschäftigt. Durch Erbteilung der Bauern aus der Umgebung und durch Einwanderung der Holzfäller begann die ganzjährige Besiedlung. Deren Anwesenheit bezeugen die in dieser Zeit in den Steuerbüchern auftauchenden Namen wie Marxgut und Scheuring, sowie die heute noch üblichen Bezeichnung Schwozermus und das Flötzerwerkzeug Schwozerhaken.

Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Sibratsgfäll seit der Gründung 1861.

Die Land- und Forstwirtschaft blieb auch weiterhin der Haupterwerb. Um das geschlägerte Holz zu transportieren, wurde in der Auenalpe die Subersach gestaut. Nachdem die Stämme im Staubecken waren, wurden sie mit der großen Wassermenge ins Tal geschwemmt. Von der 1902 eröffneten Bregenzerwaldbahn profitierte auch Sibratsgfäll, wobei deren Bahnhof Lingenau-Hittisau als sogenannte Einbruchsstation für den Ort diente.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Sibratsgfäll zur Aufbaugemeinde erklärt. Es wurden eine Wassergenossenschaft, eine Viehzuchtgenossenschaft und ein Stickereibetrieb gegründet, was zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führte.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Sibratsgfäll: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
304
1880
  
352
1890
  
289
1900
  
267
1910
  
284
1923
  
268
1934
  
270
1939
  
256
1951
  
340
1961
  
330
1971
  
308
1981
  
367
1991
  
404
2001
  
422
2011
  
388
2021
  
444
2026
  
478
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021
Pfarrkirche Sibratsgfäll
Kapelle Maria Hilf

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 28 26 18 16
Produktion 9 9 30 30
Dienstleistung 32 21 55 37
Schließen

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Quellen:[3][4][5]

Berufspendler

Von den 218 Erwerbstätigen, die 2011 in Sibratsgfäll lebten, arbeitete etwa ein Drittel in der Gemeinde, zwei Drittel pendelten aus, blieben aber überwiegend im Bezirk.[6]

Fremdenverkehr

Tourismus und Fremdenverkehr sind bedeutende Wirtschaftszweige des Ortes. Sibratsgfäll verfügt über einen Schlepplift für den Wintertourismus (mit angeschlossenem Baby-Lift).

Im Jahr 2019 gab es 22.545 Übernachtungen.[7]

Bildung

Am Ort gibt es (Stand: 2020/21) 17 Schüler an der Volksschule.[8] In Sibratsgfäll gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule. Die Hauptschule wird zusammen mit den Gemeinden Hittisau und Riefensberg betrieben.

Politik

Gemeindevertretung

Gemeindeamt in Sibratsgfäll

In Vorarlberg wählen die Bürger alle fünf Jahre die Mitglieder der Gemeindevertretung durch Ankreuzen eines Listen-Wahlvorschlages bzw. durch Mehrheitswahl wenn kein Listenvorschlag vorliegt.[9] Weiters den Bürgermeister durch Ankreuzen eines Wahlvorschlages.

Die Gemeindevertretung wählt in der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte – sofern keine Wahl durch die Bürger zustande kam – gemäß § 61 Gemeindegesetz[10] einen Bürgermeister und dann einen mindestens dreiköpfigen Gemeindevorstand. Die Zahl dieser „Gemeinderäte“ darf aber gemäß § 55 den vierten Teil der Zahl der Gemeindevertreter nicht übersteigen.

Der Bürgermeister führt den Vorsitz bei den generell öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung, in denen kommunale Belange besprochen und Beschlüsse gefasst werden. Beobachter haben kein Mitspracherecht und kein Stimmrecht. Die Gemeindevertretung kann nach Bedarf Ausschüsse bestellen. Sitzungen des Gemeindevorstandes und der Ausschüsse sind nicht öffentlich.

Sitzverteilung nach den Wahlen

Bürgermeister

  • 1945–1946 Konrad Stadelmann[20]
  • 1946–1950 Peter Willi[20]
  • 1950–1971 Josef Natter[20]
  • 1971–1975 Peter Willi[20]
  • 1975–1979 Josef Stadelmann[20]
  • 1979–2010 Reinhold Walser[20]
  • 2010–2015 Konrad Stadelmann[21]
  • seit 2015 Martin Bereuter[22]

Gemeindewappen

Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1969 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold.[23]

Partnerschaftsgemeinden

Persönlichkeiten

Commons: Sibratsgfäll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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