Siegmund Gabriel
deutscher Chemiker
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Leben und Werk
Siegmund Gabriel studierte Chemie und promovierte 1874 in Heidelberg bei Robert Wilhelm Bunsen.[1] Er war bis 1921 Professor an der Berliner Universität, wo er die Chemie zahlreicher organischer Stickstoff-Verbindungen erforschte. So entdeckte er u. a. den Ringschluss von 2-Bromethylamin zu Ethylenimin, synthetisierte erstmals Pyrimidin, und entwickelte 1887 die nach ihm benannte Gabriel-Synthese von primären Alkylaminen aus Halogenalkanen. Im Jahr 1888 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[2] Nach ihm ist die 1900 entdeckte Gabriel-Colman-Umlagerung benannt und die Robinson-Gabriel-Synthese.

Siegmund Gabriel wurde auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee beerdigt (Feld C 2).
Literatur
- Lichtenthaler, F.W.: Emil fischer, his personality, his achievements, and his scientific progeny. In: Eur. J. Org. Chem. 2002, 24, 4095–4122. doi:10.1002/1099-0690(200212)2002:24<4095::AID-EJOC4095>3.0.CO;2-2
- Berthold Peter Anft: Gabriel, Siegmund. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 6. Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 10–11 (deutsche-biographie.de).
- hu-berlin.de: Biografie – Sigismund Gabriel
