Siemsen-Speicher
ehemaliges Speichergebäude in Eckernförde
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Der Siemsen-Speicher ist ein unter Denkmalschutz stehendes ehemaliges Speichergebäude am Eckernförder Hafen.

Geschichte
Das Gebäude entstand um 1870 angeblich als Salzspeicher.[1] Das ECKernförde Lexikon datiert das Baujahr mit 1879,[2] Cathrin Prietzel gibt das Baujahr mit „1872/1879“ an. Bei dem Speichergebäude handelt es sich um einen fünfgeschossigen gelben Backsteinbau mit hoher Attika, Zierbandgesimsen, zinnenartigem Dekor, romanisch geformten Lukenöffnungen und einer Holzbalkenkonstruktion im Inneren des Bauwerks.[3]
1919 erwarb die Firma Wilhelm Siemsen von der Firma Heinrich Wilhelm Clausen das Speichergebäude.[4] Das Bauwerk diente danach als Getreidespeicher. Der Güterumschlag erfolgte direkt vor dem Speicher mit Schiffen und Güterwagen der sowohl normal- als auch schmalspurigen Eckernförder Hafenbahn.
1989 wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt. Im selben Jahr schon begann die Umgestaltung des Gebäudes in den oberen vier Stockwerken mit dem Einbau von Büroräumen, eines Treppenhauses in Stahlkonstruktion und dem Einbau eines Fahrstuhls. Die alte Gebäudestruktur ist im Inneren durch weiterhin sichtbare Holzbalken erkennbar. Architekt dieser Umgestaltung war Dietrich Fröhler.
2006 folgte die Umgestaltung des Erdgeschosses, ehemals Lager, unter der Leitung von NetzwerkBau-Architekten zu gewerblichen Zwecken.[5]
Heute wird das Gebäude im Erdgeschoss als Veranstaltungsort Spieker (Livemusik, Disco, daneben auch unter anderem: Kabarett, Kleinkunst, Lesungen) genutzt, in den oberen Stockwerken weiter als Bürogebäude. Der Verein Kulturbühne Spieker e. V. Eckern-Förder-Verein sorgt sich um den weiteren Erhalt als Veranstaltungsort.[6][7]
Literatur
- Cathrin Prietzel: Nutzungsdruck – Konversionsmaßnahmen - Bewahren. Erneuern. Gestalten. - Die Umnutzung von industriellen Kulturdenkmalen in Schleswig-Holstein, Dissertation, Kiel, 2009, Seite XXXV im Katalogteil (online hier, PDF-Datei)