Sievershütten
Gemeinde in Schleswig-Holstein, Deutschland
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Sievershütten ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 51′ N, 10° 6′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Segeberg | |
| Amt: | Kisdorf | |
| Höhe: | 29 m ü. NHN | |
| Fläche: | 7,08 km² | |
| Einwohner: | 1079 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 152 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 24641 | |
| Vorwahl: | 04194 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SE | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 60 077 | |
| LOCODE: | DE 59O | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Winsener Straße 2 24568 Kattendorf | |
| Website: | www.sievershuetten.eu | |
| Bürgermeister: | Andreas Doose (WGS) | |
| Lage der Gemeinde Sievershütten im Kreis Segeberg | ||

Geografie
Sievershütten liegt in ländlicher Umgebung etwa 20 km nördlich von Norderstedt. Ortsteile sind Heide, Karlsburg, Hasenhörn, Dänischmüssen und Im Busch. Landschaftlich wird die Gemeinde zur Haupteinheit Barmstedt-Kisdorfer Geest gerechnet,[2] einem Teilraum der Schleswig-Holsteinischen Geest.
Geschichte
Sievershütten entstand aus einer ehemaligen Glashütte, die erstmals 1483 auf einer Abgabenliste des Amtes Trittau unter der Bezeichnung to der Hutten[3] erwähnt wurde. Um 1700 hieß der Ort bereits Sievertshütten, nach dem Glashüttenbesitzer und Bauernvogt Sievert Steenbuck. Die Glasindustrie erlosch im 18. Jahrhundert.
Einwohnerentwicklung

Politik
Bauernvögte
- 1597?–1624: Sievert Steenbuck, Glashüttenbesitzer und Namensgeber des Ortes
- 1625–1661?: Claus Steenbuck
- 1685–1695: Hans Jochim Jürgens (Holzvogt)
- 1717–1737?: Claus Paustian
- 1841–1871: Thies Lambertus Pohlmann (Doppel-Hufner)
Ortsvorsteher
- 1871–1872: Thies Lambertus Pohlmann (Doppelhufner)
- 1872–1895: Marx Biel (Hufner)
- 1895–1909: Peter Petersen (Hufner)
Gemeindevorsteher
- 1909–1915: Peter Petersen (Hufner)
- 1915–1922: Lambertus Steenbuck (Hufner)
- 1922–1924: Johannes Fehrs (Gärtnereibesitzer)
- 1924–1934: Johann Wulf (Gastwirt)
Bürgermeister
- 1934–1943: Hermann Steenbuck
- 1943–1945: Johann Wulf
- 1945: Lehrer Vogel aus Hüttblek, von der Militärregierung eingesetzt
- 1945–1946: Gustav Ott, von der Militärregierung eingesetzt
- 1946–1948: Rudolf Henning
- 1948–1949: Hermann Langmaack
- 1949–1951: Rudolf Henning
- 1951–1986: Hans Carstens (parteilos, ab 1955 FDP, ab 1969 CDU)
- 1986–1994: Walter Buder (SPD)
- 1994–1998: Karl-Heinz Neumann (CDU)
- 1998–2008: Karl-Heinz Meetz (SPD)
- 2008–2023: Stefan Weber (SPD)
- seit 2023: Andreas Doose
Gemeindevertretung
Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Von diesen erhielt die Wählergemeinschaft Sievershütten sechs Sitze und die CDU fünf Sitze.
Wappen
Blasonierung: „In Grün unter einem silbernen Wellenband in der Form des stilisierten Buchstabens S ein gemauerter silberner Glasbrennofen mit rotem Feuerloch und roten Windlöchern.“[5]
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaftsstruktur
Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Auf dem Gelände der ehemaligen Meierei hat sich ein kleiner Gewerbehof angesiedelt.
Verkehr
Westlich verläuft die Bundesautobahn 7 von Hamburg nach Schleswig, nördlich die Bundesstraße 206 von Itzehoe nach Bad Segeberg und östlich die Bundesstraße 432 von Norderstedt nach Bad Segeberg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Im Verzeichnis der eingetragenen Kulturdenkmale des Landes Schleswig-Holstein ist die Fachhallenkate an der Kirchstraße 11 aufgenommen. Die 1763 erbaute ehemalige Räucherkate (Rookhus) hat ein reetgedecktes Walmdach und Wände aus Ziegelfachwerk. Es wurde 2001 restauriert und steht unter Denkmalschutz.[6]
Persönlichkeiten
- Heinrich Dannmeier (1852–1937), Biologe und Schulrektor
