Signale – Ein Weltraumabenteuer

Film von Gottfried Kolditz (1970) From Wikipedia, the free encyclopedia

Signale – Ein Weltraumabenteuer ist ein Science-Fiction-Film, den die DEFA zusammen mit der polnischen Filmgesellschaft Przedsiebiorstwo Realizacji Filmów Zespoły Filmowe Warszawa unter der Regie von Gottfried Kolditz produzierte. Der Film hatte offiziell am 17. Dezember 1970 Premiere (Voraufführung im Berliner Kino Kosmos am 6. Dezember 1970). Seine literarische Vorlage ist der Roman Asteroidenjäger von Carlos Rasch, an dem sich die beiden Drehbuchautoren allerdings nur vage orientierten.

TitelSignale – Ein Weltraumabenteuer
ProduktionslandDDR, Polen
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1970
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Signale – Ein Weltraumabenteuer
Produktionsland DDR, Polen
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1970
Länge 90 Minuten
Produktions­unternehmen
  • DEFA (DDR)
  • Przedsiębiorstwo Realizacji Filmów „Zespoły Filmowe“ Warszawa (Polen)
Stab
Regie Gottfried Kolditz
Drehbuch
Musik Karl-Ernst Sasse
Kamera Otto Hanisch
Schnitt Helga Gentz
Besetzung
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Handlung

Im 21. Jahrhundert: Das Forschungsraumschiff Ikaros, das in fremden Sonnensystemen intelligentes Leben suchen sollte, wurde noch in unserem Sonnensystem, in der Nähe des Jupiters, von Meteoriten zerstört, jede Suche nach Überlebenden blieb erfolglos. Kommandant Veikko möchte es mit seinem Schiff Laika doch noch einmal probieren, muss aber seine Rettungsaktion als Wartungsarbeiten an unbemannten Raumstationen „tarnen“. Mit einer bunt zusammengewürfelten Mannschaft gelingt es ihm, Überlebende der Ikaros zu finden, die in einem noch funktionstüchtigen Trümmerteil viele Monate lang ausharrten.

Kritiken

„Ein osteuropäischer Science-Fiction-Film, der viel Sorgfalt auf Trickaufnahmen und Kameraarbeiten verwendet, aber an erheblichen dramaturgischen Schwächen krankt.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Eine Art von 2001 ohne wissenschaftliches oder philosophisches Alibi, ohne Glaubwürdigkeit.[2]

„Der Film beschränkt sich optisch darauf, das Raumfahrermilieu möglichst attraktiv ins Bild zu bringen. Der Zuschauer kann die komfortable Inneneinrichtung ihrer Fahrzeuge und komplizierte Schalttafeln bewundern, er sieht Kosmonauten kopfstehen und schwerelos im All rotieren … Sehr einfallslos sind dagegen die wenigen auf der Erde spielenden Sequenzen … da wiederholen sich ach zu schöne Bilder von Reitern am Strand, neckisch in Sand und Wellen tollenden Bikini-Nixen und in den Dünen mit Fliegenden Untertassen spielenden Kindern… Über die gesellschaftliche Ordnung im Jahr 2020 läßt sich der Film nicht näher aus, doch deutet alles darauf hin, daß die Erdenbewohner in friedlicher Eintracht zusammenleben… Die Babelsberger Kosmonautenstory zeichnet sich von vielen SF-Filmen westlicher Provenienz aus, daß sie eine Perspektive zeigt, in der der Mensch als verantwortungsbewußtes Wesen seinen Platz behält und nicht durch Computer verdrängt oder von Lebewesen anderer Planeten bedroht wird.“[3]

Horst Knietzsch, der Filmkritiker der SED-Tageszeitung Neues Deutschland, konstatiert am 24. Dezember 1970 auf S. 4, als Zuschauer

muß man den Hut ziehen vor der beeindruckenden filmtechnischen Leistung, die geboten wird (Kamera Otto Hanisch). Sie bleibt nicht hinter dem amerikanischen Mammutfilm zurück [bezogen auf 2001: Odyssee im Weltraum von 1968]. Hier haben die Phantasie und das Können der Mitarbeiter zweier Filmstudios in der DDR und in Polen das gigantische amerikanische Unternehmen mit Pfiff überrundet. (...) Aber immer da, wo in „Signale“ die Möglichkeit bestand, über die Weltraumtechnik hinaus ein Bild des künftigen Menschen zu projizieren, wird die filmische Szene sperrig und erhebt sich kaum über die Konventionen herkömmlicher Lichtspiele. Es hätte dem Film gutgetan, wenn seine Helden mit etwas mehr Phantasie gezeichnet worden wären, wenn sie weniger unter der Einsamkeit und der Kühle des Weltraums gelitten hätten und wenn sie auch gesellschaftlich konkreter angesiedelt worden wären.

Filmformat

Die Dreharbeiten erfolgten im 70-mm-Filmformat DEFA-70.[4]

Weitere Informationen

Ähnliche DEFA-Produktionen sind:

Literatur

  • Karsten Kruschel: Leim für die Venus. Der Science-Fiction-Film in der DDR, in: Das Science Fiction Jahr 2007, ISBN 3-453-52261-3.
  • Ralf Schenk: Das schöne Spielzeug. Zur Entstehungsgeschichte des deutsch-polnischen Gemeinschaftsfilms Signale – Ein Weltraumabenteuer. In: Leuchtkraft – Journal der DEFA-Stiftung, Onlineveröffentlichung 2022, abrufbar als PDF (S. 76–87) von DEFA-Stiftung, zuletzt abgerufen am 21. Dezember 2022.

Einzelnachweise

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