Sigrada

Heilige; Adlige; Mutter From Wikipedia, the free encyclopedia

Sigrada auch Sigrade, Sigirada, Sigrada des Elsas und französisch Sigrade d’Alsace; (* im 6. oder 7. Jahrhundert im Königreich Burgund; † ca. 679 in Soissons, Neustrien) war eine Adlige. In der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen wird sie als Heilige verehrt. Ihr Gedenktag ist der 8. August (röm.-kath.), bzw. der 4. August (orth.) Sigrada war die Mutter des heiligen Warin von Poitou und des heiligen Leodegar von Autun.[1] Der heilige Liutwin, Bischof von Trier, Bischof von Reims ist der Sohn von Warin und Sigrada somit seine Großmutter.

Sigrada war mit Bodilon von Trier und Poitiers (* ca. 600; † ca. 643) verheiratet.

Der fränkische Hausmeier Ebroin ließ Leodegar und Warin aufgrund von längeren Streitigkeiten und politischen Machtkämpfen schließlich gefangen nehmen und foltern. Ihre Mutter Sigrada ließ Ebroin in der Abtei Notre Dame in Soissons einsperren. Zu dem Zeitpunkt war sie schon Witwe. Sie wurde Nonne in dem Kloster und später Äbtissin. Täglich schickte Ebroin ihr Berichte über die Folterungen ihrer Kinder. Schließlich ließ er die Brüder hinrichten. Kurz darauf starb auch ihre Mutter.

Literatur

  • Sigrada, S. In: Johann Evangelist Stadler (Hrsg.): Vollständiges Heiligen-Lexikon. Band 5. Augsburg 1882, S. 292 (zeno.org).
  • Felix Etienne Pequegnot: Légendaire d’Autun, ou Vies des saints et autres pieux personnages des diocèses d’Autun, de Chalon et de Macon. Band 2. Girard et guyet, Lyon 1846, S. 107 f. (französisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

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