Simona Mohamsson
schwedische Politikerin
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Simona Mohamsson (* in Hamburg) ist eine schwedische Politikerin der Liberalerna und seit dem 24. Juni 2025 deren Parteivorsitzende.[1] Seit dem 28. Juni 2025 ist sie außerdem schwedische Bildungs- und Integrationsministerin.[2]

Leben
Mohamsson wuchs in Överlida in der Gemeinde Svenljunga auf.[3] Ihr Vater ist Palästinenser, ihre Mutter Libanesin; nach dem Umzug nach Schweden änderte die Familie ihren Nachnamen von Mohammed zu Mohamsson.[3][4] Sie schloss an der Universität Göteborg ein Studium der öffentlichen Verwaltung ab.[3] 2021 veröffentlichte sie das Buch Hongkong RIP über die Demokratiebewegung in Hongkong.[3]
Wirken
Mohamsson trat zunächst in der liberalen Jugendorganisation LUF hervor und gehörte seit 2021 dem Parteivorstand der Liberalerna an.[3] In Göteborg war sie Kommunalpolitikerin und leitete auf Hisingen den Sozialausschuss.[3] Am 4. April 2025 wurde sie zur Parteisekretärin der Liberalerna ernannt.[5] Am 24. Juni 2025 wählte ein außerordentlicher Parteitag sie zur Nachfolgerin von Johan Pehrson an der Parteispitze.[1] Vier Tage später übernahm sie als Bildungs- und Integrationsministerin auch Regierungsverantwortung; zu ihrem Ressort gehören Vorschule, Grundschule und Integrationsfragen.[2] Im Oktober 2025 hielt sie noch an der Linie fest, die Schwedendemokraten nach der nächsten Wahl nicht in eine Regierung aufzunehmen.[6] Im März 2026 steuerte sie dann gemeinsam mit der Parteiführung auf einen Kurswechsel zu, der eine Regierungsbeteiligung der Schwedendemokraten ermöglichen sollte.[7] Mohamsson begründete diese Wende öffentlich damit, dass sich die Schwedendemokraten verändert hätten.[8] Der Kurswechsel löste erhebliche Konflikte in der Partei aus; liberale Minister kündigten für den Fall ihrer Abwahl den Rücktritt an, und nach ihrer Bestätigung auf einem außerordentlichen Parteitag im März 2026 kam es zu weiteren Austritten und anhaltender Kritik.[9][10][4]