Simone Kasemann

deutsche Geologin, Isotopengeochemikerin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Simone Antonia Kasemann (* 1967) ist eine deutsche Geologin, Isotopengeochemikerin und Hochschullehrerin am MARUM der Universität Bremen.

Leben und Wirken

Kasemann studierte Geologie an der Universität Münster, wo sie 1996 ihr Diplom erwarb. 1999 wurde sie von der TU Berlin mit der in englischer Sprache erschienen Schrift The geochemistry of boron in the Puna Plateau of the Central Andes, NW Argentina: A geochemical and isotope study of whole-rocks, tourmalines, borates and hydrothermal fluids zur Dr. rer. nat. promoviert. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am GeoForschungsZentrum Potsdam, bevor sie 2000 als Research Fellow an die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission nach Brüssel wechselte. Von 2001 bis 2002 war sie an der University of Bristol tätig und wechselte als Forschungsassistentin anschließend an die University of Edinburgh.

2009 kehrte Kasemann nach Deutschland zurück und wurde hier im März Professorin für Erdsystemforschung an der Freien Universität Berlin.[1] Noch im selben Jahr wechselte sie an die Universität Bremen, wo sie sich dem MARUM anschloss und seitdem im dortigen Exzellenzcluster tätig ist.

Forschung

Kasemanns Forschungsschwerpunkt liegt in der Isotopengeochemie. Hierin konzentriert sie sich auf die geochemische Entwicklung der Erde und der Ozeane, insbesondere hinsichtlich der Stofftransport- und Recyclingprozesse an aktiven Kontinentalrändern. Sie strebt die Rekonstruktion von rezenten und vergangenen Klima- und Umweltbedingungen an und zieht hierfür für allem die Analyse von Lithium-, Bor-, Calcium-, Strontium und Neodym-Isotopen in biogenem und anorganisch gebildetem marinen Calciumcarbonat. Der Fokus liegt dabei in der erdhistorischen Rekonstruktion des kontinentalen Verwitterungseintrages und der pH-Wert-Änderung im Meerwasser. Ein konkreter Forschungsschwerpunkt lag dabei auf dem Massensterben an der Perm-Trias-Grenze.[2] Zudem leitete sie die von der DFG geförderten Forschungsprojekte „Die Entwicklung der spätediakarisch–frühkambrischen Ökosysteme im südlichen Nama-Becken (GRIND-ECT Bohrprojekt)“, „Die Rolle von p-T-Bedingungen, Wirtsgesteinslithologie, Phasentrennung und organischen Verbindungen für die Metallmobilität und die Ablagerung von Metallsulfiden in räumlich aufgelösten Hydrothermalfeldern“, „Reconstruction of Ediacaran to Early Cambrian ocean pH and weathering conditions“ und „Die Bedeutung von kontinentaler Verwitterung für das Massensterben an der Perm-Trias Grenze (WET)“.[3]

Publikationen (Auswahl)

  • The geochemistry of boron in the Puna Plateau of the Central Andes, NW Argentina: a geochemical and isotope study of whole-rocks, tourmalines, borates and hydrothermal fluids. Universitätsverlag, Berlin 1999 (englisch, Dissertation).

Einzelnachweise

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