Sisse Marie Welling
dänische Politikerin
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Sisse Marie Welling (* 25. Februar 1986 in Aarhus) ist eine dänische Politikerin der Socialistisk Folkeparti (SF), seit 2010 Mitglied der Københavns Borgerrepræsentation (Kopenhagener Stadtparlament) und seit dem 1. Januar 2018 Gesundheits- und Pflegebürgermeisterin von Kopenhagen.[1] Nach der Kommunalwahl 2025 wurde sie als neue Oberbürgermeisterin der Hauptstadtkommune bestimmt.[2]

Leben
Welling wuchs in Aarhus auf und legte 2005 am Aarhus Statsgymnasium das Abitur ab.[1] Sie zog anschließend nach Kopenhagen und schloss 2017 an der Universität Kopenhagen ein Masterstudium in Geschichte und Politikwissenschaften ab.[1] Im Herbst 2016 war sie für zwölf Tage als Stellvertreterin von Pia Olsen Dyhr kurzfristig Mitglied des dänischen Parlaments (Folketing).[1] Sie ist Mutter von zwei Kindern.[3]
Wirken
Seit 2010 gehört Welling der Københavns Borgerrepræsentation an und fungiert als politische Leiterin der SF in Kopenhagen.[1] Zum 1. Januar 2018 übernahm sie das Amt der Gesundheits- und Pflegebürgermeisterin der Hauptstadt.[1] In der Kommunernes Landsforening (KL) teilt sie seit März 2024 den Vorsitz des Ausschusses für Gesundheit und Ältere mit Holbæks Bürgermeisterin Christina Krzyrosiak Hansen; Welling verantwortet dabei den Bereich Gesundheit.[4] Inhaltlich wirbt sie für die Stärkung der kommunalen, wohnortnahen Gesundheitsversorgung („det nære sundhedsvæsen“), wie sie im Mai 2024 programmatisch herausstellte.[5] Unter ihrer Zuständigkeit startete Kopenhagen im April 2025 ein kostenloses kommunales Nachsorgeangebot für Frauen mit Komplikationen nach der Geburt.[6] Im Oktober 2025 beschlossen die Haushaltsparteien, dieses Angebot mit knapp 13 Millionen Kronen auszubauen, sodass künftig mehr als 1000 Frauen pro Jahr erreicht werden sollen.[7]
Am 2. Oktober 2025 erklärte Welling in einem Interview mit Dagbladet Information, für das Amt der Oberbürgermeisterin in Kopenhagen zu kandidieren; die Kommunalwahl fand am 18. November 2025 statt.[8][9] Bei der Wahl verlor die Sozialdemokratie ihre seit mehr als 100 Jahren bestehende Vormachtstellung und Welling konnte mit SF den Posten als Oberbürgermeisterin übernehmen.[2] Sie betonte nach der Wahl, nun gelte es, die gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt abgegebenen Wahlversprechen einzulösen, und zeigte sich unbesorgt hinsichtlich der Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg.[2] Sie profilierte sich als Verfechterin strenger Luftreinhalteregeln in Kopenhagen, was sie auch mit persönlichen Erfahrungen – der Atemwegserkrankung ihrer Tochter – begründete, und sprach sich für Einschränkungen bei Holzöfen aus.[10]