Sklavenfriedhof

Begräbnisstätte für während des Atlantischen Sklavenhandels an den Handelsplätzen in Europa sowie in Nord- und Südamerika verstorbene afrikanische Sklaven From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Sklavenfriedhof (engl. slave cemetery; frz. cimetière d’esclaves; portug. cemitério de escravos; span. cementerio de esclavos) ist eine Begräbnisstätte für während des atlantischen Sklavenhandels an den Handelsplätzen in Europa sowie in Nord- und Südamerika verstorbene afrikanische Sklaven. Nicht immer ist die Identifikation eindeutig,[1] da sich die Lebensverhältnisse oft auch nach dem offiziellen Ende der Sklaverei nur wenig veränderten.

George Washington mit seinem Sklaven William Lee (1780)
Gedenkstein für die Sklaven der Familie von George Washington (1929, Landsitz Mount Vernon)

Erforschung

Viele Sklavenfriedhöfe wurden erst in jüngerer Zeit entdeckt und wissenschaftlich erforscht.[2] Anthropologische Untersuchungen zeigen oft ein geringes Durchschnittsalter und Anzeichen von Unterernährung und Misshandlungen.[3]

Anlage und Beigaben

Die Toten wurden weder auf christlichen Friedhöfen noch in Särgen bestattet, sondern in einfachen Erd- oder Abfallgruben verscharrt. Viele dieser archäologischen Fundstätten sind anonyme Massengräber.[4][5][6][7] In der Karibik wurden Sklaven auch in den Gärten ihrer Häuser begraben.[3]

Gedenken

An einigen wurden Gedenkstätten eingerichtet, wie zum Beispiel dem African Burial Ground in New York. Auf dem ehemaligen Landsitz Mount Vernon des ersten Präsidenten der USA, George Washington, erinnert seit 1929 ein Gedenkstein an die Sklaven, die dort gelebt und gearbeitet haben.

Beispiele

Einzelnachweise

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