Skulpturengarten Damnatz

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Der Skulpturengarten Damnatz befindet sich in Damnatz im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen im Elbetal. Auf einem über 10.000 m² großen parkartigen Gelände des Skulpturengartens und des „Kleinen Museums für zeitgenössische Kunst“ werden Arbeiten von über 25 Künstlern gezeigt.

Blick vom Elbdeich in den Skulpturengarten Damnatz

Skulpturengarten Damnatz

Monika Müller-Klug, Welle über Land (2001), Niedrige Alpenrose, Bararp Granit 2 × 3 × 2 Meter
Klaus Müller-Klug, Quader mit Lichthof aus Granit, 2,5 Meter hoch. Dahinter: Hartmut Stielow, Liegende-1-Stein
Gerson Fehrenbach, Stehle (1989), Bronze, Höhe: 2,6 m
Janez Lenassi, Stein 7174, Schwedischer Granit, Höhe: 1,3 Meter

Im Jahr 1994 gründete das Künstlerehepaar Monika Müller-Klug und Klaus Müller-Klug mit der Unterstützung der Stiftung für Bildhauerei den „Skulpturengarten Damnatz“. 2010 wurde auf dem Gelände das „Kleine Museum für zeitgenössische Kunst“ eröffnet. Die Sammlung vereint Werke bedeutender deutscher und internationaler Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Vertreten sind unter anderem Künstler mit Arbeiten in der Sammlung des „Museum of Modern Art“ (MoMA), Teilnehmer der „documenta“, „Biennale“-Künstler, Professoren renommierter Kunsthochschulen sowie Träger bedeutender Kunstpreise. Die vertretenen Positionen sind in zahlreichen Museums-, Unternehmens- und Privatsammlungen im In- und Ausland präsent.

Viele Kunstwerke sind eigens für den Standort entwickelt worden, andere erhielten durch Bepflanzung und Bodenbewegungen ein angemessenes Umfeld. Sichtachsen leiten den Besucher von einer Skulptur zur anderen. Neben den Arbeiten von Monika und Klaus Müller-Klug sind im Skulpturengarten Damnatz u. a. Objekte der Künstler Gerson Fehrenbach, Otto Almstadt, Franziska Seifert, Hartmut Stielow, Hannes Meinhard, Georg Seibert, Janez Lenassi und Erich Reischke vertreten.

Im Museum – einer zum Ausstellungs- und Veranstaltungsraum umgebauten ehemaligen Scheune – ist eine Dauersammlung aus den Bereichen Skulptur, Malerei und Installation ausgestellt. Zurzeit sind dort u. a. Arbeiten von Michael Schmidt, Johannes Grützke, Uwe Bremer, Ilja Heinig, Bert Dürkopp, Franziska Seifert, Hans Schohl, Johannes Pfeiffer, Klaus Müller-Klug, Monika Müller-Klug, Peter Schubert und Peter Herbrich zu sehen. In regelmäßigen Abständen dient das Gebäude als Ort für Kunstausstellungen, Konzerte und Lesungen.

2018 wurden Teile des Geländes des Skulpturengarten Damnatz als Zustiftung in die „Franziska & Tim Cordts-Stiftung“ überführt. Durch ihre Unterstützung ist der Erhalt des Skulpturengartens auch in Zukunft gesichert.[1]

Künstlerische Aussage

Das Anliegen des Skulpturengartens Damnatz ist ein Dialog von Arbeiten befreundeter und miteinander verbundener Künstler in der Auseinandersetzung mit Natur – eine Synthese von Formen aus Stein, Holz, Stahl und kultivierter Natur in zeitgenössischer Form. Die Werke sind in die kultivierte Landschaft eingebunden und stehen in Beziehung zu den Gartenformen und Gewächsen. Es ist eine gelungene Komposition von Naturpark und bildender Kunst.

Für Martin Sperlich, ehemaliger Direktor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, ist es ein Garten, der „aus dem Erdboden mit seinem Relief aus Bäumen, Sträuchern, Wiesen und Wasser und aus Kunstwerken besteht. Schlechthin bewundernswert ist es, dass die gewaltige körperliche und geistige Arbeit, der riesige finanzielle Aufwand sich nicht in sichtbarer Mühe ausdrückt, sondern in heller und luftiger Freiheit jedem geschenkt wird.“[2] Der Skulpturengarten steht nach einer Aussage von Lothar Romain, dem ehemaligen Präsidenten der Universität der Künste Berlin, im Spannungsverhältnis von Kunstobjekten, deren „Widerspiegelung im Schatten des Deiches und in einer mal mit Himmel und Wolken, mal auch mit steigendem Grundwasser verschwenderischen Natur“[3] steht.

Literatur

Commons: Skulpturengarten Damnatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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