Solidarność Pracy

sozialdemokratisch orientierte Partei in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Solidarność Pracy (kurz: SP, deutsch „Solidarität der Arbeit“) war eine sozialdemokratisch orientierte Partei in Polen, die von 1990 bis 1992 bestand. Sie entstand aus dem linken Flügel der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność.

Geschichte

Ryszard Bugaj, eine der Führungsfiguren der SP

Nach der halbfreien Wahl zum sogenannten „Vertragssejm“ bildete sich innerhalb der Fraktion „Obywatelski Klub Parlamentarny“, die aus den gewählten Abgeordneten der Solidarność bestand, die Gruppe „Grupa Obrony Interesów Pracowniczych“, die knapp 25 Abgeordnete umfasste. Nach deren Auflösung gründete sich aus dem linken Flügel der Solidarność die sozialdemokratisch orientierte Partei Solidarność Pracy. Im Sejm bildeten Kazimierz Błaszczyk, Ryszard Bugaj, Aleksander Małachowski, Andrzej Miłkowski und Roman Niegosz im November 1990 die Gruppe Solidarność Pracy, die sich im März 1991 vom Obywatelski Klub Parlamentarny abspaltete. Vorsitzender der Parlamentarischen Gruppe im Sejm war Andrzej Miłkowski. Auch die Senatoren Jan Józef Lipski (gestorben im September 1991) und Karol Modzelewski schlossen sich der Solidarność Pracy an. Dabei blieben Błaszczyk und Lipski weiterhin Mitglied der Polska Partia Socjalistyczna.

Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 erreichte die Solidarność Pracy 2,1 % der Stimmen.[1] Mit Ryszard Bugaj, Piotr Czarnecki, Wojciech Kwiatkowski und Aleksander Małachowski konnten vier SP-Kandidaten in den Sejm einziehen. Kwiatkowski verließ die Partei jedoch bereits kurz nach der Wahl.

Am 7. Juni 1992 vereinigte sich die SP mit der Ruch Demokratyczno-Społeczny, der Wielkopolska Unia Socjaldemokratyczna und weiteren kleinen sozialdemokratischen Gruppen zur Unia Pracy.

Literatur

  • Rafał Chwedoruk, Socjaliści z Solidarności w latach 1989–1993, Warschau 2004, ISBN 83-7059-668-1.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI