Wojciech Kwiatkowski
polnischer Politiker, Mitglied des Sejm
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Leben und Beruf
Wojciech Kwiatkowski wurde im heute litauischen Vilnius, das damals als Wilno zu Polen gehörte, geboren. Er schloss 1958 die Fachschule für Vermessungstechnik in Bydgoszcz ab. Von 1960 bis 1964 arbeitete er beim städtischen Vermessungsamt in Włocławek und anschließend im Vermessungsamt des Powiats. Anschließend war er Betriebsleiter bei der Wasserbau-Ingenieurgesellschaft „Hydrobudowa“ in Warschau und danach bis 1975 beim selben Unternehmen in Włocławek, wo er an der Konstruktion des dortigen Staudamms beteiligt war.[2] Von 1975 leitete er eine Arbeitsgruppe zu einem Geoprojekt in Warschau. 1991/92 war er GGGeschäftsführer der Baza GmbH. Von 1996 bis 2000 war er für die Kredyt Bank in Ciechocinek tätig und 1998 wurde er Aufsichtsratsmitglied der dortigen Wohnungsbaugenossenschaft „Południe“. Er ging 2000 in den Ruhestand.
Von 1989 bis 1999 war er stellvertretender Vorsitzender des Vereins der Freunde der Stadt und der Region Vilnius. Kwiatkowski war verheiratet und hatte drei Kinder. Er wurde auf dem Städtischen Friedhof von Włocławek beigesetzt.
Politik
Kwiatkowski gehörte ab 1980 der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność an. Er vertrieb Untergrundpublikationen und gehörte dem geheimen Koordinierungskomitee der Gewerkschaft in Włocławek an. In der Wendezeit war er Vorsitzender des Komitet Obywatelski „Solidarność“ in Kujawien und der Region Dobrzyń. Für dieses wurde er bei den Selbstverwaltungswahlen 1990 in den Stadtrat von Włocławek gewählt.
Bei der ersten vollständig freien Sejmwahl 1991 wurde er für die Solidarność Pracy (SP) gewählt.[3] Bereits kurz nach der Wahl verließ er die SP und war bis zum Ende der Wahlperiode fraktionslos. Bei der Parlamentswahl 1993 kandidierte er für den Bezpartyjny Blok Wspierania Reform (BBER), wurde aber nicht erneut in den Sejm gewählt, da der BBWR im Wahlkreis Włocławek keinen Sitz erhielt.[4] Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 kandidierte er erfolglos für das Wahlbündnis Akcja Wyborcza Solidarność zum Stadtrat von Włocławek. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 kehrte er für die Samoobrona, der er 2001 beigetreten war, in den Włocławeker Stadtrat zurück.[5] Vier Jahre später war er bei den Selbstverwaltungswahlen 2006 Kandidat der Samoobrona für das Amt des Stadtpräsidenten von Włocławek, verpasste aber mit nur 1,6 % der Stimmen den Einzug in die Stichwahl.[6] Auch die Wiederwahl in den Stadtrat misslang, da die Samoobrona mit 4,98 % der Stimmen knapp an der 5-%-Hürde scheiterte.[7] Anschließend verließ er die Samoobrona. Auch bei den Selbstverwaltungswahlen 2010 kandidierte er vergeblich für den Stadtrat, diesmal auf der Liste „WŁOCŁAWSKA WSPÓLNOTA SAMORZĄDOWA“.[8]