Soltaniye
Stadt in Iran
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Soltaniye (auch Soltanieh, Soltanije; persisch سلطانیه Soltaniyeh, DMG Solṭānīye) ist eine Stadt in der iranischen Provinz Zandschan, etwa 45 km südöstlich der Provinzhauptstadt Zandschan. Die Stadt war im frühen 14. Jahrhundert zeitweise Hauptstadt der Ilchane.

Geografie
Geschichte
Soltaniye wurde im frühen 14. Jahrhundert weitgehend unter dem Ilchan Öldscheitü ausgebaut bzw. gegründet, der die Hauptstadt seines Reiches dorthin verlegte.[2] Von der ehemaligen Bedeutung der Stadt zeugen heute vor allem das Öldscheitü-Mausoleum und archäologische Reste der alten Stadt.
Heute zählt die Ortschaft Soltaniye über 7000 Einwohner[1] und fristet ein beschauliches Dasein. Ältere Dorfteile präsentieren sich in der für das ländliche Iran typischen Lehmhausbauweise.
Öldscheitü-Mausoleum
Das Öldscheitü-Mausoleum wurde zwischen 1302 und 1312 errichtet. Der achteckige Bau wird von einer rund 50 m hohen, türkisblau gefliesten Kuppel bekrönt und gilt als das früheste erhaltene Beispiel einer doppelschaligen Kuppel im Iran.[3]
Das Bauwerk gilt als ein Schlüsselmonument der islamischen Architektur in Zentral- und Westasien sowie als herausragendes Beispiel persischer Architektur der Ilchanenzeit. 2005 wurde Soltaniye von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Die Eintragung erfolgte nach den Kriterien (ii), (iii) und (iv).[3]
Weblinks
- Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
