Solvent Red 19E

From Wikipedia, the free encyclopedia

Solvent Red 19E (Alternativbezeichnung aufgrund der Ähnlichkeit zu Solvent Red 19 Solvent-Red-19-Analogon) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Disazofarbstoffe.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Solvent Red 19E
Allgemeines
Name Solvent Red 19E
Andere Namen
  • N-(2-Ethylhexyl)-1-[{2-methyl-4-[(2-methylphenyl)diazenyl]phenyl}-diazenyl]-­2-naphthalinamin (IUPAC)
  • N-(2-Ethylhexyl)-1-[{2-methyl-4-[(2-methylphenyl)azo]phenyl}azo]­naphthalin-2-amin
  • N-Ethylhexyl-1-(tolylazotolylazo)­naphthyl-2-amin
  • Solvent-Red-19‑Analogon
Summenformel C32H37N5
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 260-124-8
ECHA-InfoCard 100.054.641
PubChem 20841788
ChemSpider 20148314
Wikidata Q137939581
Eigenschaften
Molare Masse 491,67 g·mol−1
Löslichkeit

0,492 ng/L in Wasser

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Darstellung

Analog der Darstellung von Sudan IV erhält man Solvent Red 19E durch Diazotierung von o-Aminoazotoluol und Kupplung auf N-(2-Ethylhexyl)-2-naphthylamin.[S 2] [2]

Verwendung

In Deutschland und Lettland darf Solvent Red 19E als Kraftstofffarbstoff in Heizöl zur besseren visuellen Unterscheidung vom Dieselkraftstoff verwendet werden.[3][4] Dabei wird es meist als Gemisch mit Solvent Red 19T[S 3] (N-Tridecyl-Derivat) verwendet.[5][6] Ein bekanntes Beispiel dafür ist Sudanrot M 462.[7.1][8]

Solvent Red 19E kann auch in Rissprüfmittel nach dem Rot-Weiß-Verfahren („Met-L-Check-Verfahren“), verwendet werden.[7.2]

Toxizität

Unter reduktiven Bedingungen kann Solvent Red 19E das krebserzeugende o-Toluidin abspalten.[5]

In einer kombinierten Studie zur wiederholten oralen Toxizität und einem Screening‑Test zur reproduktions- und entwicklungstoxischen Wirkung (OECD TG 422) wurden Wistar-Ratten Solvent Red 19E über 42 Tage mittels oraler Sondierung (Gavage) täglich 160, 400 und 1000 mg/kg KG/Tag ausgesetzt. Es zeigten sich bei allen Dosen, eine Reihe pathologischer Veränderungen, die vor allem das Reproduktionssystem, das Blut und die Leber betrafen. Zudem wurde eine rote Verfärbung in mehreren Geweben beobachtet, darunter Körperfett, Gastrointestinaltrakt, Lymphknoten, Leber und Ovarien.[9]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI