Sondre Slettemark
grönländische Biathlet
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Sondre Aputsiaq Rein Slettemark (* 10. September 2004 in Nuuk) ist ein grönländischer Biathlet. Er ist zweifacher Sieger im IBU-Junior-Cup, gewann eine Medaille bei Junioreneuropameisterschaften und nahm an den Olympischen Spielen 2026 teil.
| Sondre Slettemark | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Voller Name | Sondre Aputsiaq Rein Slettemark | ||||||
| Verband | |||||||
| Geburtstag | 10. September 2004 (21 Jahre) | ||||||
| Geburtsort | Nuuk | ||||||
| Karriere | |||||||
| Beruf | Student | ||||||
| Verein | Geilo IL | ||||||
| Trainer | Nationalteam: Uiloq Slettemark | ||||||
| Debüt im IBU-Cup | 29. November 2022 | ||||||
| Debüt im Weltcup | 25. November 2023 | ||||||
| Status | aktiv | ||||||
| Medaillenspiegel | |||||||
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| IBU-Cup-Bilanz | |||||||
| Gesamt-IBU-Cup | 38. (2024/25) | ||||||
| Einzel-IBU-Cup | 46. (2024/25) | ||||||
| Sprint-IBU-Cup | 39. (2024/25) | ||||||
| Verfolgungs-IBU-Cup | 55. (2024/25) | ||||||
| Massenstart-IBU-Cup | 20. (2023/24, 2024/25) | ||||||
| letzte Änderung: 1. April 2026 | |||||||
Werdegang
Sondre Slettemark ist der Sohn zweier früherer Biathleten und Skilangläufer. Sein Vater ist der gebürtige Norweger Øystein Slettemark (* 1967) und seine Mutter die Grönländerin Uiloq Slettemark, geb. Heilmann (* 1965). Seine Großmutter mütterlicherseits war die dänische Künstlerin Astri Marie Helgesen (1934–1991). Über seinen grönländischen Großvater mütterlicherseits, den Gymnasialrektor Isak Heilmann (1935–2013), stammt er von den Künstlern Johannes (1862–1940) und Jens Kreutzmann (1828–1899) ab. Beide Eltern bekleiden die leitenden Positionen bei Grønlands Biathlon Forbund. Sein jüngerer Bruder Inuk (* 2006) ist ebenfalls als Biathlet aktiv. Slettemark lebt im norwegischen Geilo und startet seit Beginn seiner Karriere für den dort ansässigen Skiclub. Er besuchte das renommierte Sportgymnasium der Stadt.[1]

Die ersten Wettkämpfe auf internationaler Ebene bestritt Slettemark im Dezember 2019, als er auf der Pokljuka-Hochebene einige Juniorcup-Wettkämpfe bestritt. Nach einer längeren Pause von internationalen Wettkämpfen bestritt er sowohl 2021 als auch 2022 die Jugendweltmeisterschaften, wobei er durchgehend Platzierungen um Rang 25 belegte. Erfolgreich schnitt er beim Olympischen Jugendfestival 2022 ab, indem er im Einzel nach einem Schießfehler und einem Rückstand von etwa 22 Sekunden auf den Bronzemedaillengewinner Jakub Borguľa den vierten Rang erreichte. Zu Beginn der Saison 2022/23 gab der Grönländer in Idre seinen Einstand im IBU-Cup und erreichte im Sprint einen 48. Platz. Im Juni 2023 schloss er sich mit Ziel auf eine professionelle Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2026 dem norwegischen Privatteam Team 1,5 an und zog infolgedessen nach Lillehammer.[1]
Zusammen mit seiner Schwester Ukaleq schrieb Slettemark Ende November 2023 im Rahmen seines Weltcupdebüts in Östersund Sportgeschichte. Die beiden bildeten beim Single-Mixed-Event die erste Staffel Grönlands, die jemals bei einer Sportveranstaltung im Erwachsenenbereich an den Start ging. Als eines von drei Teams erreichten sie jedoch nicht das Ziel, da überrundete Mannschaften aus dem Wettbewerb genommen wurden.[2][3] Am gleichen Ort bestritt er auch seine ersten Individualwettkämpfe in der Eliteklasse, kam jedoch über den 96. Platz im Einzel und den 85. Rang im Sprint nicht hinaus. Zurück im IBU-Cup, zeigte er schnell sein Potential und schloss sämtliche Rennen im ersten Saisondrittel in den Punkterängen ab, wobei ein 32. Platz das schlechteste und ein überraschender neunter Rang im in Sjusjøen ausgetragenen Massenstart 60 das beste Resultat darstellte. Nur knapp an seiner ersten Medaille bei einem IBU-Wettkampf lief er zudem im Rahmen der Junioreneuropameisterschaften 2024 vorbei, als er – ebenfalls im Massenstart – mit der zweitschnellsten Kurszeit und trotz sechs Schießfehlern Vierter wurde.
In der Saison 2024/25 startete Slettemark fast durchgehend im IBU-Cup und klassierte sich dort regelmäßig in den Punkterängen. Sein zunächst bestes Weltcupergebnis erzielte er nach dem Jahreswechsel in Oberhof als 65. des Sprints, im Saisonverlauf verbesserte er sich zudem auf der zweiten Wettkampfebene mit einem achten Platz im Sprint von Ridnaun. Auch auf Juniorenebene hatte der Grönländer Erfolg, so siegte er im Januar 2025 im Juniorcup in Jakuszyce in Sprint und Massenstart. Wenig später sicherte er sich bei den Junioreneuropameisterschaften im Massenstart hinter Grzegorz Galica die Silbermedaille und damit die erste IBU-Medaille eines männlichen grönländischen Biathleten in der Geschichte. Wie schon zwei Jahre zuvor schrieben Ukaleq und Sondre Slettemark auch bei den Weltmeisterschaften in der Lenzerheide Sportgeschichte, so waren sie die Ersten, die für Grönland bei einer Winter-WM der Erwachsenen als Mannschaft an den Start gingen.[4][5] Die Single-Mixed-Staffel brachte der 20-Jährige auf Platz 23 über die Ziellinie, im Einzel belegte er Rang 69. Im Verlauf des Winters 2025/26 bestritt er mit seiner Schwester zwei Single-Mixed-Rennen im Weltcup und beendete beide auf Rang 16, beim saisoneröffnenden Einzel in Östersund unterbot er außerdem mit Rang 56 sein bis dahin bestehendes Bestergebnis. Im Februar 2026 qualifizierte sich der Grönländer über das Wildcard-Qualifikationssystem für die Olympischen Spiele von Mailand-Cortina und erreichte dort als 60. des Sprints zum ersten Mal ein Verfolgungsrennen auf der höchsten Ebene. Dieses schloss er als 54. ab.
Statistiken
Weltcupplatzierungen
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).
- 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
- Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
- Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
- Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
- Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln
| Platzierung | Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart | Staffel | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Platz | ||||||
| 2. Platz | ||||||
| 3. Platz | ||||||
| Top 10 | ||||||
| Punkteränge | 3 | 3 | ||||
| Starts | 3 | 6 | 3 | 12 | ||
| Stand: Saisonende 2025/26 | ||||||
Olympische Winterspiele
Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:
| Einzelwettbewerbe | Staffelwettbewerbe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart | Männerstaffel | Mixedstaffel | |
| Olympische Winterspiele 2026 |
62. | 60. | 54. | – | – | – |
Weltmeisterschaften
Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:
| Weltmeisterschaften | Einzelwettbewerbe | Staffelwettbewerbe | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Ort | Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart | Männerstaffel | Mixedstaffel | S.-M.-Staffel |
| 2025 | 69. | – | – | – | – | – | 23. | |
Jugend-/Juniorenweltmeisterschaften
Slettemark nahm bis 2023 an den Jugend- und ab 2024 an den Juniorenwettkämpfen teil.
| Weltmeisterschaften | Einzelwettbewerbe | Staffelwettbewerbe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Ort | Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart 60 | Männerstaffel | Mixedstaffel |
| 2021 | 25. | 24. | 23. | nicht ausgetragen | – | nicht ausgetragen | |
| 2022 | 33. | 20. | 26. | – | |||
| 2023 | 33. | 28. | 22. | – | – | ||
| 2024 | 61. | 12. | nicht ausgetragen | DNF | – | – | |
| 2025 | – | 79. | – | – | – | ||
Junior-Cup-Siege
Die Tabelle listet alle Siege im IBU-Junior-Cup:
| Nr. | Datum | Ort | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 1. | 16. Jan. 2025 | Sprint | |
| 2. | 18. Jan. 2025 | Massenstart 60 |
Weblinks
- Sondre Slettemark in der Datenbank der Internationalen Biathlon-Union (englisch)
- Sondre Slettemark in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
- Sondre Slettemark in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)