Sonja Kullmann

deutsche Eishockeyspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Sonja Kullmann, geb. Kuisle, (* 27. Januar 1978 in Immenstadt im Allgäu) ist eine ehemalige deutsche Eishockeyspielerin, die von 1993 bis 2002 über 120 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte.

Schnelle Fakten Deutschland Sonja Kullmann, Karrierestationen ...
DeutschlandDeutschland  Sonja Kullmann

Geburtsdatum 27. Januar 1978
Geburtsort Immenstadt im Allgäu, Deutschland
Größe 164 cm
Gewicht 63 kg

Position Stürmer

Karrierestationen

bis 1992 ERC Sonthofen
1992–1995 EV Füssen
1995–1999 ERC Sonthofen
1999–2000 Mannheimer ERC Wild Cats
2000–2022 ERC Sonthofen
seit 2022 ESC Kempten
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Karriere

Sonja Kullmann zählt zu den erfahrenen Spielerinnen der deutschen Fraueneishockey-Geschichte. Sie begann ihre Eishockeylaufbahn bereits im Kindesalter und spielte zunächst in Jungenmannschaften. Durch ihre sportliche Leistung wurde sie früh für Auswahlmannschaften nominiert und schaffte als Jugendliche den Sprung in die deutsche Frauen-Nationalmannschaft.[1]

Auf Vereinsebene spielte Kullmann in verschiedenen Fraueneishockeymannschaften. In der Saison 1992 bis 1995 wechselte sie erstmals aus der Jugend vom ERC Sonthofen in den nahegelegenen Verein EV Füssen in die Frauen-Bundesliga.[1] Um den aktiven Spielbetrieb in Sonthofen aufrechtzuerhalten, entschied sie sich, in ihren Heimverein ERC Sonthofen zurückzukehren, wo sie über 30 Jahre eine prägende Spielerin, Leistungsträgerin und langjährige Kapitänin war. In der Saison 1999/2000 spielte sie bei den Mannheimer ERC Wild Cats, mit denen sie die deutsche Meisterschaft gewann. Ansonsten lief Kullmann in der Landesliga für der ERC Sonthofen aufs Eis.

In der Saison 2022/23 war sie Mitgründerin der Lady Sharks beim ESC Kempten. Nach nur zwei Jahren stieg das Team in die neu gegründete Bayernliga (zweite Ligastufe) auf und wurde 2025 Bayernliga-Meister.[2] 2026 zeichnete die Stadt Kempten bei der Gala des Sports das Team zur Mannschaft des Jahres aus. Ihr persönliches Ziel ist es, mit beiden Töchtern im Ligaspielbetrieb teilzunehmen.

International

Zwischen 1993 und 2002 absolvierte sie 123 Länderspiele für Deutschland und gehörte damit zum exklusiven Kreis deutscher Nationalspielerinnen mit mehr als 100 Einsätzen.[3] Während ihrer internationalen Karriere nahm sie an vier Weltmeisterschaften (1994, 1999, 2000, 2001) und drei Europameisterschaften (1993, 1995, 1996) teil. Zudem gehörte sie zum deutschen Aufgebot in der Olympiaqualifikation für die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City, für das Turnier selbst wurde sie – und Natascha Tomczyk – jedoch nicht nominiert.[4]

Da Kullmann schon mit 17 Jahren Nationalspielerin wurde, galt sie zeitweise als eine der jüngsten Nationalspielerinnen Deutschlands und wurde vom damaligen Bundestrainer Hanspeter Amend gefördert.

Bedeutung für das Fraueneishockey

Kullmann gehört zur Generation deutscher Spielerinnen, die das Fraueneishockey in Deutschland während seiner Aufbauphase in den 1990er-Jahren maßgeblich mitprägten. Neben ihrer aktiven Laufbahn engagierte sie sich als Trainerin im Nachwuchsbereich und unterstützt die Entwicklung des regionalen Eishockeysports.

Privates

Eishockey ist bei Familie Kullmann generationsübergreifend präsent: Ihr älterer Bruder Herbert Kuisle war ebenfalls Eishockeyspieler. Er spielte für den ERC Sonthofen und Memmingen. Auch ihre Töchter spielen Eishockey, während ihr Ehemann Nicki Kullmann im Team-Management tätig war. Die Familie lebt im Allgäu und engagiert sich stark im regionalen Frauen-Eishockey.[5]

Einzelnachweise

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