Sonya Schönberger

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Sonya Schönberger (* 1975 in Dernbach) ist eine deutsche Künstlerlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Sonya Schönberger, 2023

Leben

Schönberger studierte Ethnologie und Philosophie an der Freien Universität Berlin (1996–2001) und der Universität Zürich. Von 2004 bis 2005 studierte sie in der Audiovisuellen Klasse der Rietveld Academie in Amsterdam, Niederlande, und wechselte von dort an die Universität der Künste Berlin, wo sie Experimentelle Mediengestaltung zunächst in der Klasse von Heinz Emigholz und dann bei Thomas Arslan studierte, bei dem sie 2009 als Meisterschülerin abschloss.

2012 war sie Stipendiatin des Künstlerhauses Schloss Balmoral in New York. 2014 erhielt sie das Arbeitsstipendium des Berliner Senats. 2022 war sie Stipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles. Von 2025 bis 2027 ist sie Dorothea-Erxleben-Stipendiatin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Schönberger ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

Werk

Schönberger arbeitet medienübergreifend mit Installation, Video, Fotografie, Theater, Text und Audio. Ihre künstlerische Praxis setzt sich mit biografischen Brüchen vor dem Hintergrund politischer oder sozialer Umwälzungen auseinander, wobei ihr Fokus auf der Geschichte Deutschlands des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart liegt. Sie beschäftigt sich mit unterschiedlichsten Archiven und arbeitet häufig in Langzeitrecherchen.

2018 initiierte sie in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin das „Berliner Zimmer“[1], ein auf hundert Jahre angelegtes Archiv aus Videointerviews mit Berlinerinnen und Berlinern ganz unterschiedlicher Herkunft, sozialen Hintergründen und aus verschiedenen Generationen. Sie sprechen an von ihnen selbst gewählten Orten von ihrer Biografie und dem, was sie aktuell bewegt. Den gemeinsamen Nenner bildet dabei immer die Stadt Berlin.

Für Deutschlandfunk Kultur sind mehrere Feature entstanden wie „André Müller - aus dem Kassettenarchiv eines radikalen Interviewers“[2] (2018) und „Alle Menschen müssen sterben, vielleicht auch ich. Die Jahrhundertwendegeneration in vier Langzeitporträts“[3] (2022), beide gemeinsam mit Norbert Lang und 2024 „Lone Star“[4][5] (Regie: Anouschka Trocker).

2018 rief sie das Projekt „Piece by Piece“[6] zusammen mit Surya Gied ins Leben, Blind-date-Studiovisits von in Berlin lebenden Künstlerinnen und Künstlern.

Ausstellungen

Einzelnachweise

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