Sorbon Haoussa
Dorf in Kourteye, Niger
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Geographie

Die Hausa-Siedlung Sorbon Haoussa liegt nordwestlich der Hauptstadt Niamey am Fluss Niger und an der Nationalstraße 1. Sie befindet sich rund neun Kilometer südöstlich des Hauptorts Sansané Haoussa der Landgemeinde Kourteye, die zum Departement Tillabéri in der gleichnamigen Region Tillabéri gehört.[1] Sorbon Haoussa ist Teil der Übergangszone zwischen Sahel und Sudan.[2]
Geschichte

Eine Gruppe um den französischen Kapitänleutnant Émile Hourst, der eine hydrographische Expedition auf dem Fluss Niger durchführte, erreichte Sorbon Haoussa am 2. April 1896. Die Forschungsmission wurde hier von Yusuf Ousman, dem Anführer der Kurtey, empfangen.[3]
Im Zuge der militärischen Besetzung der späteren Nigerkolonie schuf Frankreich im Jahr 1900 das Dritte Militärterritorium (troisième Territoire militaire), aus dem 1904 das Militärterritorium Niger (Territoire militaire du Niger) hervorging. Bevor Zinder 1901 als dessen Hauptstadt festgelegt wurde, diente unter Oberst Marie-Étienne Peroz für kurze Zeit Sorbon Haoussa als provisorischer Verwaltungssitz des Militärterritoriums.[4] Im französischen Militärlager von Sorbon Haoussa wurde 1900 eine Schule eröffnet, die nach jenen in Doulsou und Dosso drittälteste in Niger.[5] Sorbon Haoussa blieb zunächst noch Hauptort des großen Zarma-Kreises (cercle du Djerma) am linken Flussufer, der die Sektoren Tillabéri, Dosso, Gaya und Sandiré umfasste.[6] Der Kreiskommandant Henri Salaman verlegte den Hauptort 1902 in das neugegründete Niamey.[7]
Bei der Flutkatastrophe in West- und Zentralafrika 2010 wurden 798 Einwohner von Sorbon Haoussa als Katastrophenopfer eingestuft.[8]
Bevölkerung
Wirtschaft und Infrastruktur
Westlich von Sorbon Haoussa führt die 2020 eröffnete Djibo-Bakary-Brücke über den Fluss Niger.[11] Es gibt eine Schule im Dorf.[12]

