Soukanh Mahalath

laotischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Soukanh Mahalath (laotisch ສຸກັນ ມະຫາລາດ, abweichende Schreibweise: Soukan Mahalat; * 7. Juni 1954 in der Provinz Luang Prabang, Königreich Laos; † 17. Mai 2014 in Baan Nadi, Provinz Xieng Khouang, Laos) war ein laotischer Politiker der Laotischen Revolutionären Volkspartei (LRVP), der unter anderem zwischen 2001 und 2003 Finanzminister sowie von 2003 bis 2014 Bürgermeister von Vientiane war.

Leben

Soukanh Mahalath war als Funktionär der Laotischen Revolutionären Volkspartei (LRVP) tätig und war als Nachfolger von Cheuang Sombounkhanh[1] vom 6. August 1999 bis zu seiner Ablösung durch Phoupheth Khamphounevong am 27. März 2001 Gouverneur der Bank der Demokratischen Volksrepublik Laos.[2] Im Anschluss übernahm er am 27. März 2001 als Nachfolger von Boungnang Vorachith[3] im Kabinett des nunmehrigen Premierministers Boungnang Vorachith das Amt des Finanzministers und bekleidete dieses bis zu seiner Ablösung durch Chansy Phosikham am 16. Januar 2003.[4][5][6] In dieser Funktion war er zugleich Gouverneur des Internationalen Währungsfonds (IWF).[7]

Daraufhin wurde Soukanh Mahalath 2003 Bürgermeister von Vientiane, der Hauptstadt von Laos, sowie Gouverneur der Provinz Vientiane und verblieb in diesem Amt bis zu seinem Tode am 17. Mai 2014.[8] Auf dem IX. Parteitag der LRVP (17.–21. März 2011) wurde er außerdem zum Mitglied des Sekretariats des Zentralkomitees gewählt.[9]

Er starb zusammen mit weiteren Politikern bei einem Flugzeugabsturz. Die Maschine des Typs AN-74-300 der Lao People’s Army stürzte am 17. Mai 2014, um 6:30 Ortszeit im Dorf Ban Nadi im Paek Distrikt der Provinz Xieng Khouang ab und brannte aus.[10] Unter den Todesopfern befanden sich auch der stellvertretende Premierminister und Verteidigungsminister Douangchay Phichit,[11] der nunmehrige ZK-Sekretär Cheuang Sombounkhanh sowie der Minister für öffentliche Sicherheit Thongbanh Sengaphone.[12][13] Nur drei der 22 Politiker an Bord überlebten den Absturz.[14] Auch die Besatzungsmitglieder der Unfallmaschine kamen beim Absturz ums Leben. Insgesamt schien es wahrscheinlich, dass mindestens die Hälfte der sechzehn ranghöchsten Kader der Partei aus dem Jahr 2011 ersetzt werden würde, und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als der Generationswechsel drohte, der Partei das Prestige zu rauben, das mit dem persönlichen Engagement der revolutionären Generation im „30-jährigen Kampf“ (1945 bis 1975) verbunden war.[15]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI