SpaceMobile

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SpaceMobile ist eine Konstellation von Kommunikationssatelliten des US-amerikanischen Unternehmens AST SpaceMobile. Diese soll direkte Mobilfunkverbindungen zu handelsüblichen Smartphones ermöglichen, ohne dass zusätzliche Hardware wie Satellitentelefone erforderlich ist. Die einzelnen Satelliten der Konstellation tragen den Namen BlueBird.[1][2]

Hintergrund

AST SpaceMobile mit Sitz in Midland (Texas) entwickelt ein globales, satellitengestütztes Mobilfunknetz, das terrestrische Kommunikation ergänzt und Funklöcher in entlegenen Regionen schließen soll.[1]

Satellitengenerationen

Testsatelliten

Zum Test der Technologie wurden mehrere Satelliten genutzt. Bluewalker 1 war ein 6U-CubeSat, der von dem litauischen Unternehmen NanoAvionics für AST gebaut und am 1. April 2019 mit einer indischen PSLV-Rakete gestartet wurde.[3] Danach folgte am 10. September 2022 mit BlueWalker 3 ein Prototyp der BlueBird-Satelliten.

BlueBird Block 1

Die ersten fünf operativen BlueBird-Satelliten wurden im September 2024 mit einer Falcon-9-Rakete gestartet. Sie sind etwa 1,5 t schwer und verfügen über Phased-Array-Antennen mit einer Fläche von etwa 64 m².[4][5]

BlueBird Block 2

Mit der zweiten Generation (Next-Gen Bluebird) steigt die Leistungsfähigkeit deutlich. BlueBird 6 ist 6,1 t schwer und besitzt etwa 223 m² Antennenfläche. Er wurde am 24. Dezember 2025 mit einer indischen LVM3-Rakete gestartet.[6] Es ist geplant, alle 1–2 Monate weitere Satelliten zu starten, so das Ende 2026 45–60 Satelliten im Orbit sind. AST geht davon aus, dass diese Anzahl eine kontinuierliche Abdeckung ausgewählter Märkte, darunter die Vereinigten Staaten, Europa und Japan, ermöglicht. Für eine weltweite Abdeckung rund um die Uhr werden laut AST etwa 90 Satelliten benötigt.[7] Sie sollen Datenraten liefern, die für Video-Streaming und bidirektionalen Breitbandzugang geeignet sind.[6]

Betrieb und Partnerschaften

AST SpaceMobile arbeitet mit Mobilfunkbetreibern wie Vodafone zusammen. Erste Tests demonstrierten Video-Telefonie über 4G- und 5G-Verbindungen direkt via Satellit.[8]

Kritik

Astronomen äußerten Bedenken bezüglich der Sichtbarkeit am Nachthimmel und möglicher Beeinträchtigung wissenschaftlicher Beobachtungen. 2025 unterzeichneten AST SpaceMobile und die U. S. National Science Foundation ein Abkommen, um bodengestützte Astronomie vor Störungen zu schützen. So wurde der Satellit Bluewalker 3 ab Dezember 2022 so gedreht, dass er das Sonnenlicht nicht mehr zur Erde reflektiert.[9][10][11]

Einzelnachweise

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