Spencer Pratt
US-amerikanischer Schauspieler
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Spencer Pratt (* 14. August 1983 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer ehemaliger Reality-TV-Darsteller (The Hills), Influencer und Politiker der Republikaner. Als Politiker kandidiert er 2026 für das Amt des Bürgermeisters seiner Geburtsstadt.
Leben
Der 1983 in Los Angeles geborene[1] Spencer Pratt wuchs als Sohn eines Zahnarztes im wohlhabenden Stadtteil Pacific Palisades in Los Angeles auf. Er besuchte, wie auch Kinder von Hollywood-Prominenz, die Crossroads School for Arts & Sciences im nahen Santa Monica. Hiernach studierte er an der University of Southern California. Noch während des Studiums, welches er dafür aussetzte, produzierte er 2005 mit seinen Freunden Brandon und Brody Jenner die kurzlebige Reality-Show The Princes of Malibu, in der er auch als ständiger Hausgast auftrat.[2]

Nachdem er mit Heidi Montag eine Beziehung aufgenommen hatte, trat er in The Hills, wo er ab der zweiten Staffel die Rolle des Schurken übernahm, der seine Freundin Heidi aus dem Auto warf, mit anderen Frauen flirtete oder Türen knallte.[2] Er und Heidi Montag heirateten in Cabo San Lucas in Mexiko 2008.[3]
Gemeinsam mit seiner Ehefrau trat er 2009 in der zweiten Staffel von I’m a Celebrity … Get Me Out of Here!, dem Originalformat von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, auf.[4] Um seine Rolle zu promoten, veröffentlichte er auf iTunes den Rap-Song „I’m a Celebrity“.[5] Das Paar nahm 2013 am britischen Celebrity-Big Brother teil[6] und traten nochmals in Celebrity Big Brother 2017: All Stars vs New Stars auf.[1]
Im Dezember 2013 beendete er sein Studium nach zehn Jahren mit einem Abschluss in Politikwissenschaft.[7]
Aktivismus und Politik
2017 kauften Scott Pratt und seine Frau Heidi Montag ein Haus in Pacific Palisades, unweit seines Elternhauses. In den sozialen Medien präsentierte er sich nun als treusorgender Ehemann und Familienvater. Bis 2025 konnte Pratt als Influencer 2,2 Millionen Follower auf TikTok und 1,1 Millionen auf Instagram ansammeln. Das Haus verbrannte im Großbrand in Pacific Palisades im Januar 2025. Er dokumentierte dort den Brand und sein Leben und die Nachbarschaft nach den Feuern. Gemeinsam mit seiner Ehefrau hatte er den Podcast The Fame Game with Heidi and Spencer produziert. War es zunächst eine Sendung über Popkultur und Prominente änderte sich dies nach den Bränden. Er dokumentierte den Zustand nach den Bränden, setzte sich für den Wiederaufbau ein und kritisierte Gouverneur Gavin Newsom und Bürgermeisterin Karen Bass für Missmanagement während und nach der Katastrophe. Pratt weigerte sich aber den Klimawandel als Mitursache anzuerkennen. Er wehrte sich gegen sozialen Wohnungsbau in dem Stadtteil. Prominente Republikaner wie Senator Rick Scott und Kelly Loeffler traten in dem auf seinem verbrannten Grundstück gedrehten Podcast auf.
Bei einer Demonstration anlässlich des ersten Jahrestages nach den Feuern verkündete er am 7. Januar 2026, dass er für das Amt des Bürgermeisters kandidiere.[8] Wahlkampfthemen Scott Pratts waren Obdachlosigkeit in Los Angeles, Kriminalitätsbekämpfung, Brandvorsorge und Senkung der Kosten für Geschäftsleute in der Stadt.[9] Im Mai 2026 äußerte Präsident Trump Unterstützung für ihn und erklärte, er habe gehört, dass Pratt eine große MAGA-Persönlichkeit sei.[10] Der als Republikaner registrierte Pratt wies Vorwürfe zurück ein MAGA-Republikaner zu sein und behauptete, dass er keine Parteipolitik betreibe und betonte den lokalen Charakter seiner Wahlkampagne.[9] Sein Wahlkampf nutzte die Möglichkeiten des Internets, indem er auf Plattformen wie TikTok Videos veröffentlichte, in denen er direkt zu den Konsumenten sprach. Anhänger Pratts luden viele von künstlicher Intelligenz kreierten Videos hoch, in denen er etwa als Batman gezeigt wird, der die Stadt rette oder im Lichtschwertduell mit Bürgermeisterin Bass. Zur Verbreitung nutzte er seine eigenen Kanäle mit Millionen Followern und wurde durch das wiederholte Teilen der Clips durch Personen wie Elon Musk und rechten Influencern wie Laura Loomer, Ben Shapiro und Benny Johnson unterstützt.[11] Der in der Manosphere einflussreiche Podcaster Joe Rogan aus Texas sprach sich für Pratt aus[12], der Klatschjournalist Harvey Levin promotete ihn auf TMZ und auch der frisch gestartete Ableger der konservativen New York Post, die California Post unterstützte ihn.[13] Neben seinen Kollegen aus The Hills Kristin Cavallari, Audrina Patridge und Brody Jenner sprachen sich auch einige Prominente wie Paris Hilton für ihn aus.[14]
Kurz vor der parteiübergreifenden Vorwahl (jungle primary) hatte sich das Kandidatenfeld auf drei Favoriten konzentriert: Die demokratische Amtsinhaberin Karen Bass (26 %), die progressiv-demokratische Stadträtin Nithya Raman (25 %) und Spencer Pratt mit 22 % in Umfragen.[15] Pratt wurde in der Vorwahl nur Dritter, hinter Bass und Raman.[16]
Zuvor hatte Spencer Pratt bevor alle Stimmen ausgezählt waren zeitweise vor Nithya Raman auf dem zweiten Platz gelegen, was ihn für die Stichwahl im November qualifiziert hätte.[17] Diese Verschiebung, die darauf zurückzuführen war, dass liberale Stimmen eher später ausgezählt wurden, führte dazu, dass republikanische Führer wie Senate Majority Leader John Thune, der Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson oder Senator Ted Cruz Unstimmigkeiten oder Inkompetenz vermuteten. Donald Trump behauptete Wahlbetrug und forderte Gesetzesänderungen, einschließlich der Abschaffung der Briefwahl.[18] Elon Musk behauptete auf X die Verschwörungstheorie, dass es sich um eine statistische Unmöglichkeit handele und nur mit einer Verschwörung erklärbar sei.[19] Pratt selbst deutete eine solche Verschwörungstheorie an, da sein Rückstand der Zahl der Obdachlosen in der Stadt entspreche.[20]
Am 12. Juni erkannte Pratt seine Niederlage in einem Video an, bezeichnete aber Karen Bass und Nithya Raman als „korrupte Kommunistinnen“ und behauptete im Besitz von Aufzeichnungen zu sein, die eine der beiden kompromittieren würden.[21]
Weblinks
- Spencer Pratt bei IMDb