Spratzeck
Ortschaft im Bezirk Wiener Neustadt-Land
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Spratzeck ist eine Ortschaft in der Gemeinde Hollenthon im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich mit 60 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
| Spratzeck (Dorf) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Wiener Neustadt (WB), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Wiener Neustadt | |
| Pol. Gemeinde | Hollenthon (KG Hollenthon) | |
| Koordinaten | 47° 34′ 26″ N, 16° 17′ 39″ O | |
| Höhe | 570 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 60 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06615 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das nach Südosten exponierte Dorf befindet sich über dem Spratzbach auf der Flanke eines Bergrückens. Zur Ortschaft zählt auch die Lage Stockbauer, die damit 24 Adressen umfasst (Stand 1. April 2020).[2]
Geschichte
Der früher Spiratza genannte Ort liegt auf historischem Boden; denn im Jahr 829 bestimmte Ludwig der Fromme den Spratzbach zum Grenzfluss zwischen der Diözese Passau und der Diözese Salzburg. Die Einwohner waren, obwohl in der Bucklige Welt zuhause, mehr Landbauern als Waldbauern, die sich mit dem Ackerau und der Viehzucht beschäftigten, berichtete Schweickhardt im 19. Jahrhundert. Freilich waren die Böden nur geeignet für Hafer oder Hanf. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit zwölf Häusern genannt, das nach Hollenthon eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Stickelberg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Spratzeck ein Binder, ein Müller samt Sägewerk, ein Schuster, ein Weber und einige Landwirte ansässig.[4]
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Schöngraben bis St. Valentin. Schmidl, Wien 1833, S. 135 (Spratzeck – Internet Archive).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 110, Sektion Kirchschlag, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 5,6 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 367.
