Srbijagas

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J.P. Srbijagas Novi Sad ist der staatliche Erdgasversorger Serbiens mit Sitz in Novi Sad. Das Unternehmen gehört zu den größten Konzernen des Landes[2] und ist auch in Bosnien und Herzegowina (Republika Srpska) sowie Montenegro aktiv.

Schnelle Fakten J.P. Srbijagas Novi Sad ...
J.P. Srbijagas Novi Sad
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Rechtsform Staatsunternehmen
Gründung 2005
Sitz Novi Sad, Serbien
Leitung Dušan Bajatović (Generaldirektor)
Mitarbeiterzahl 2.501 (2022)
Umsatz 183 Mrd. RSB (2024)[1]
ca. 1,55 Mrd. EUR
Branche Energiewirtschaft
Website www.srbijagas.com
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Hauptsitz von Srbijagas in Novi Sad

Geschichte

Srbijagas wurde am 1. Oktober 2005 als Ergebnis der Umstrukturierung des integrierten nationalen Erdölunternehmens Naftna industrija Srbije gegründet. Das Unternehmen entstand auf der Grundlage der NIS-Abteilungen NIS-Gas und NIS-Energogas. 2009 wurde mit dem russischen Konzern Gazprom das Gemeinschaftsunternehmen South Stream Serbia mit Sitz in der Schweiz gegründet. 2012 wurde ein weiteres Gemeinschaftsunternehmen namens SOGAZ mit Sitz in Novi Sad gegründet.[3]

Im Jahr 2013 beschloss die serbische Regierung aufgrund der steigenden Verschuldung und der nicht nachhaltigen Geschäftspraktiken, Srbijagas in zwei separate Unternehmen aufzuteilen. Seit 2013 werden die Transport- und Speichereinheiten von Transgas AD betrieben, während Handel und Vertrieb weiterhin von Srbijagas AD übernommen werden. Die Verschuldung des chronisch defizitären Konzerns lag zu diesem Zeitpunkt bei 1,5 Mrd. US-Dollar.[4] Im Juni 2014 wurde es erneut zum unrentabelsten staatlichen Unternehmen gekürt, mit einem Jahresfehlbetrag von 443,14 Millionen Euro für das Kalenderjahr 2013.[5] Bis 2015 ging der Verlust auf knapp 3 Millionen Euro zurück und 2016 wurde schließlich ein Profit von ca. 14 Millionen Euro erreicht.[6] 2024 lag der Gewinn bei knapp 77 Millionen Euro.[7]

Struktur

Zum 13. Mai 2024 sind die folgenden Unternehmen Tochtergesellschaften oder Unternehmen in Minderheitsbesitz von Srbijagas:

  • Distribucijagas Srbija d.o.o. Novi Sad
  • Specijalana luka d.o.o. Pančevo
  • Gas d.o.o. Bečej
  • Progresgas trejding d.o.o. Belgrad
  • Metanolsko-sirćetni kompleks a.d. Kikinda
  • Toza Marković a.d. Kikinda
  • Podzemno skladište gasa d.o.o. Banatski dvor
  • Sogaz a.d.o. Novi Sad
  • Informatika a.d. Belgrad
  • Loznica-gas d.o.o. Loznica
  • Yugorosgaz a.d. Belgrad
  • Bijeljina Gas d.o.o. Bijeljina, Bosnien und Herzegowina
  • Gas Promet a.d. Pale, Bosnien und Herzegowina
  • Energogas d.o.o. Podgorica, Montenegro
  • South Stream Serbia AG, Schweiz

Gasbezug

Das wichtigste Lieferland für Serbiens Gasversorgung ist mit weitem Abstand Russland über die TurkStream-Pipeline und ihre Erweiterung Balkan Stream.[8] Demzufolge ist das russische Staatsunternehmen Gazprom (das auch Anteile an Naftna industrija Srbije besitzt) der wichtigste Partner für Srbijagas. Die enge Zusammenarbeit wird durch ein 2016 geschlossenes Partnerschaftsabkommen unterstrichen.[3] Daneben bezieht das Unternehmen auch Erdgas auch Aserbaidschan.[9]

Siehe auch

Commons: Srbijagas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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