St. Gangolf (Wolpertswende)

Kirchengebäude in Wolpertswende, Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Gangolf steht in Wolpertswende, einer Gemeinde im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg. Sie gehört zum Dekanat Allgäu-Oberschwaben der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen.

St. Gangolf in Wolpertswende

Geschichte

Das eher seltene Patrozinium St. Gangolf weist auf eine fränkische Gründung hin. Älteste Teile des Turmfundaments stammen aus dem 12. Jahrhundert, also aus romanischer Zeit. In der Zeit des Barock wurden an den Chorturm auf drei Seiten kleeblattförmig Chöre angebaut, so dass der Grundriss nun eine Kreuzform hat. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Kirche Altäre des Bildhauers Moriz Schlachter im Stil der Neorenaissance.

Beschreibung

Blick zum Chor
Blick zur Orgel
Gangolfskreuz

Die Kreuzkirche besteht aus dem um 1792 nach Westen verlängerten Langhaus und dem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Osten, zwischen denen ein Querschiff eingefügt ist.

Über der Vierung erhebt sich der Kirchturm, dessen Erdgeschoss aus dem 13. Jahrhundert stammt. Sein später aufgestocktes oberstes Geschoss beherbergt hinter den als Biforien gestalteten Klangarkaden den Glockenstuhl, in dem sechs Kirchenglocken hängen. Darauf wurde quer ein Satteldach zwischen Staffelgiebeln gesetzt, in denen sich die Zifferblätter der Turmuhr befinden.

Weitere Informationen Glocke, Name ...
Glockenübersicht[1]
Glocke Name Gießer Gussjahr Gewicht Schlagton
1DreifaltigkeitGlockengießerei Gebhard, Kempten19631250 kges′
2MariaGlockengießerei Gebhard, Kempten1963850 kgf′
3WetterglockeClaude Rosier1631530 kgg′
4GangolfGlockengießerei Grüninger, Neu-Ulm1951380 kgb′
5SterbeglockeGlockengießerei Gebhard, Kempten1961240 kgc″
6Heilige FamilieGlockengießerei Gebhard, Kempten1961130 kges
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Besonders wertvoll ist das in einer Vitrine gezeigte romanische Gangolfskreuz aus vergoldeter Bronze aus der Zeit um 1130. Zur Kirchenausstattung gehören auch die Darstellungen der Heiligen Sippe von Daniel Mauch und einer Muttergottes von Hans Multscher.

Die Orgel auf der erneuerten Empore wurde 2009 von Orgelbau Wiedenmann errichtet. Sie verfügt über 17 Register auf zwei Manualen und Pedal.[2]

Empore mit Orgel

Disposition:

I Hauptwerk C–g3
Prinzipal8′
Rohrflöte8′
Octave4′
Doublette2′
Mixtur 4 fach113
Trompete8′
Tremulant
II Schwellwerk C–g3
Gedeckt8′
Blockflöte4′
Nasard223
Waldflöte2′
Terz135
Larigot113
Oboe8′
Tremulant
Pedal C–d1
Subbass16′
Oktavbass8′
Trompetbass8′
  • Koppeln: Hauptwerk – Schwellwerk, Pedal – Hauptwerk, Pedal – Schwellwerk

Literatur

Commons: St. Gangolf – Sammlung von Bildern

Nachweise

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