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St. Georg (Arzheim)

Kirchengebäude in Landau in der Pfalz, Rheinland-Pfalz From Wikipedia, the free encyclopedia

Die denkmalgeschützte Kirche St. Georg im Landauer Ortsteil Arzheim ist das Kirchengebäude der gleichnamigen römisch-katholischen Kirchengemeinde. Sie gehört zur Landauer Großpfarrei Hl. Augustinus im Bistum Speyer und trägt das Patrozinium des heiligen Georg.

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Blick von der Vierung zum Portal

Lage

Die Kirche liegt im Zentrum vom Landauer Ortsteil Arzheim an der St.-Georg-Straße. Direkt daneben liegt das Gebäude der katholischen Kindertagesstätte. Unweit liegen das Pfarrheim, daneben die örtliche Grundschule sowie der Friedhof.

Geschichte

Erstmals wird 1315 eine Pfarrkirche in Arzheim erwähnt. Im Jahr 1516 wurde das Dorf Teil des Hochstifts Speyer und war somit nie reformiert. Die Vorgängerkirche des heutigen Kirchengebäudes wurde 1522 mit einem Chorturm errichtet. 1719 wurde ein neues Kirchenschiff angebaut; wodurch sich im ehemaligen Chorturm heute die Sakristei befindet. Bis 1740 war die Gemeinde Ranschbach eine Filiale von Arzheim; bis zu dessen Untergang im 14. Jahrhundert auch die Gemeinde Servelingen. Zwischen 1636 und 1716 wurde die St.-Georg-Kirche seelsorgerisch von der Augustinerkirche betreut.

Nachdem die Madenburg geschleift worden war, wurde Arzheim zum Sitz der bischöflichen Amtsleute. Im 18. Jahrhundert tagte das Domkapitel Speyer vorübergehend im Arzheimer Pfarrhaus.

Von 1902 bis 1904 wurde das heutige Kirchengebäude nach Entwürfen von Wilhelm Schulte I. errichtet. Die Gemeinde Ilbesheim wird heute von Arzheim aus betreut.

Beschreibung

Bei dem Kirchengebäude handelt es sich um eine neoromanische, gewölbte Basilika in spätromanischer Prägung. Es verfügt über ein Querhaus und eine leicht eingezogene Apsis. Als Baumaterial werden überwiegend gelbe Sandsteinquader eingesetzt. Im Westen besteht eine reich gegliederte Fassade, die vor die Seitenschiffe gezogen wurde. Diese verfügt über einen übergiebelten Portalvorbau, eine Fensterrosette und eine steigende Zwerggalerie. Bis 1967 trug die Vierung einen Dachreiter.

Im Norden steht der historische, spätgotische Kirchturm. Bei diesem handelt es sich um den ehemaligen Chorturm. Er wird von einem spitzen Helm bekrönt. Außen ist ein ästhetischer Grabstein des Pfarrers Franz Friedel von 1764 eingelassen. Im Turm hängen vier Glocken. Die größte, die Jesusglocke, stammt aus dem Jahr 1864; die drei kleineren heißen St. Maria, St. Joseph und St. Georg.

Die Ausstattung der Kirche stammt nur teilweise aus der Erbauungszeit.

Orgel

Orgel auf der Empore
Spieltisch

Im Jahr 1906 baute Heinrich Voltmann eine Orgel für die Kirche. Sie wurde 1955 von Toni Roth durch die heutige Orgel mit elektrischen Trakturen ersetzt. Im Jahr 1975 nahm Gerd Mayer eine Restaurierung vor und veränderte die Disposition sowie die Intonation. Sie verfügt über 20 klingende Register auf zwei Manualen und Pedal. Ihre Windladen sind als Kegelladen ausgeführt. Heute lautet die Disposition:[1][2]

I Hauptwerk C–g3
1.Principal8′
2.Rohrflöte8′
3.Oktave4′
4.Koppelflöte4′
5.Nachthorn2′[Anm. 1]
6.Quinte113
7.Mixtur IV113[Anm. 2]
8.Trompete8′[Anm. 1]
II Schwellwerk C–g3
09.Gedackt8′
10.Gemshorn8′
11.Principal4′
12.Rohrflöte4′
13.Blockflöte2′
14.Piccolo1′
15.Sesquialter II223[Anm. 1]
16.Cymbel III12[Anm. 2]
17.Krummhorn8′
Tremulant
Pedal C–f1
18.Subbass16′
19.Oktavbass08′
20.Choralbass04′
Basstrompete
(Transmission aus Nr. 8)
08′[Anm. 1]

Anmerkungen

  1. 1975 von Hugo Mayer neu eingebaut
  2. 1975 von Hugo Mayer modifiziert

Literatur

Commons: St. Georg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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