St. Georg (Gossersweiler)
Kirchengebäude in Gossersweiler-Stein, Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz
From Wikipedia, the free encyclopedia
St. Georg – alternativ Jergenkapelle genannt – ist eine Kapelle in Gossersweiler-Stein. Sie steht unter Denkmalschutz.
| St. Georg | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Gossersweiler | |
| Bauherr | Georg Glaser | |
| Baustil | Barock | |
| Baujahr | 1722–1723 | |
| Koordinaten | 49° 9′ 59,8″ N, 7° 55′ 49,5″ O | |
Lage
Das Bauwerk befindet sich nördlich des Siedlungsgebiets des Ortsteils Gossersweiler unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zur Ortsgemeinde Völkersweiler, deren Bebauung wenige hundert Meter weiter nördlich beginnt. Von Süden her führt ein Kreuzweg zur Kapelle. Etwas weiter östlich verläuft die Landesstraße 494.
Geschichte
Im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs kam es 1713 zur Belagerung von Landau. Während dieser Zeit hielt sich der aus Gossersweiler stammende Bürger Georg Glaser innerhalb der Festung Landau auf und wurde von einem französischen Plünderer lebensbedrohlich verwundet. Deshalb gelobte er, im Falle seines Überlebens eine Kapelle zu errichten und sie seinem Namenspatron, dem heiligen Georg, zu widmen. Da Ersteres eintraf, nahm er das Vorhaben in Angriff. 1722 erhielt er dafür vom Bistum Speyer die Genehmigung. Bereits ein Jahr später war die Kapelle fertiggestellt.[1]
2007 wurde die Kapelle renoviert.[2]
Architektur und Ausstattung
Laut Denkmälerverzeichnis ist die Kapelle ein kleiner Bau ohne Stilmerkmale. Das Portal ist jedoch ein zweitverwendetes Renaissancetor mit Profilgewände aus der Zeit um 1600, dessen Herkunft unbekannt ist. Die Kapelle ist glatt verputzt, hat ein schindelgedecktes Walmdach und einen quadratischen Dachreiter. Der Altar wird im Verzeichnis von 1935 als klassizistisch mit barocken Holzfiguren beschrieben, die nicht mehr vorhanden sind. Eine Marienstatue und eine Statue des heiligen Georg wurden 1970 gestohlen.[1][3] Seit 1860 hängt in dem Dachreiter eine Glocke.[2]
Literatur
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südliche Weinstraße (PDF; 10,0 MB). Mainz 2023.
