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St. Georg (Itzum)

Kirchengebäude in Itzum, einem Stadtteil von Hildesheim im Landkreis Hildesheim von Niedersachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die römisch-katholische Kirche St. Georg steht in Itzum, einem Stadtteil im Südosten von Hildesheim im Landkreis Hildesheim von Niedersachsen. Die Kirche gehört zur Pfarrgemeinde Liebfrauen Hildesheim im Dekanat Hildesheim des Bistums Hildesheim. Das Einzugsgebiet der Kirche umfasst neben dem Hildesheimer Stadtteil Itzum auch das zu Bad Salzdetfurth gehörende Lechstedt und das Gut Walshausen.

Kirche von Nordwesten
Kirche von Südwesten

Geschichte

Eine Kirche in Itzum wurde 1628 erstmals erwähnt, von 1640 an wurden in Itzum katholische Kirchenbücher geführt. Die jetzige Saalkirche aus Bruchsteinen wurde von 1820 bis 1821 erbaut, weil der Vorgängerbau baufällig und zu klein geworden war. Am 22. Juli 1821 fand die Benediktion der Kirche statt, die bischöfliche Kirchweihe folgte erst am 9. Juni 1846 durch Bischof Jakob Joseph Wandt. 1896 wurde die Kirche bereits erweitert und um den Glockenturm bereichert, 1902 folgte der Einbau der Buntglasfenster.

Nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils bekam die Kirche einen Volksaltar, der am 1. Juni 1969 nach einer Kirchenrenovierung von Bischof Heinrich Maria Janssen geweiht wurde.

Seit dem 1. November 2006 gehört die St.-Georg-Kirche zur Pfarrgemeinde Liebfrauen, die neben der St.-Georg-Kirche auch die Hildesheimer Kirchen Liebfrauen und St. Joseph umfasst. Die Pfarrgemeinde St. Georg, Hildesheim-Itzum wurde in diesem Zusammenhang aufgehoben.[1]

Beschreibung

Inneres
Orgel

Die geostete Saalkirche wurde 1835 aus Bruchsteinen im Baustil der Neuromanik erbaut. Der quadratische Glockenturm im Westen wurde erst 1896 an das Kirchenschiff mit seiner halbrunden Apsis im Osten angefügt. Seine beiden oberen Geschosse sind achteckig. Das untere von beiden enthält die Turmuhr mit dem Zifferblatt nach Westen, im darunter liegenden steht der Glockenstuhl. 1896 wurden von der Radlerschen Glockengießerei drei Glocken gegossen, die große mit dem Schlagton es′ wiegt 861 kg, die mittlere mit dem Schlagton g′ wiegt 432 kg und die kleine mit dem Schlagton b′ wiegt 250 kg. Alle drei Glocken überstanden die Glockeneinschmelzungen der beiden Weltkriege. Bekrönt wird der Turm von einem achtseitigen, spitzen Zeltdach. Alle Dächer sind schiefergedeckt.

Der Innenraum wird durch eine gevoutete Flachdecke abgeschlossen, die mit großformatiger Deckenmalerei versehen ist. Im schlichten Altarraum befinden sich drei Rundfenster, sie zeigen Maria, das Lamm Gottes auf dem Buch mit den sieben Siegeln und Josef. Der Ambo, der Altar und die zentral an der Rückwand des Altarraumes angeordnete Tabernakelstele sind in modernem Stil gehalten. Links und rechts vom Altarraum stellen Statuen die heiligen Georg, den Schutzpatron der Kirche, als Drachentöter und Maria mit dem Jesuskind dar.

Die detailreichen Buntglasfenster im Kirchenschiff zeigen unter anderem die Geburt Jesu, die Flucht nach Ägypten, den jungen Jesus bei Zimmermannsarbeiten, den Tod des heiligen Josef im Beisein vom Maria und Jesus, sowie den kreuztragenden Jesus. Die 14 Kreuzwegbilder hängen an den Seitenwänden, unter der Orgelempore steht eine Pietà.

Vor der Kirche steht das Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege.

Orgel

Eine erste Orgel mit 13 Registern auf einem Manual und Pedal wurde 1822 vom Orgelbauer Bernard Berger aus Peine aus Teilen der Orgel der evangelisch-lutherischen Sophienkirche in Lamspringe gebaut. 1876[2] oder 1878[3] wurde sie von Philipp Furtwängler & Söhne als Opus 158 grundlegend überarbeitet und modernisiert. 1990 erfolgte von Emil Hammer Orgelbau, dem Nachfolgeunternehmen von Philipp Furtwängler & Söhne, eine Restaurierung.

Disposition:[4]

I Hauptwerk C–f3
1.Bordun16′
2.Principal8′
3.Rohrflöte8′
4.Gemshorn8′
5.Gamba8′
6.Oktave4′
7.Flöte4′
8.Oktave2′
9.Mixtur IV2 2⁄3′
10.Trompete8′
II Echowerk C–f3
11.Geigenprincipal8′
12.Lieblich Gedakt8′
13.Salizional8′
14.Oktave4′
15.Waldflöte2′
16.Oboe8′
Tremulant
Pedalwerk C–d1
17.Subbass16′
18.Oktavbass8′
19.Bordun8′
20.Oktav4′
21.Posaune16′

Literatur

  • Katholische Pfarrgemeinde St. Georg Hildesheim-Itzum mit Lechstedt. Hildesheim 1996.
  • Eva Richers: Komm mit nach St. Georg. Kirchenführer für Kinder, Hildesheim 2001.
  • Willi Stoffers: Handbuch des Bistums Hildesheim. Teil 1 - Region Hildesheim. Bischöfliches Generalvikariat Hildesheim (Hrsg.), Hildesheim 1992, S. 66–68.
  • Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bremen, Niedersachsen. Bearbeitet von Gerd Weiß. Deutscher Kunstverlag, München 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 780. (Abschrift)
  • Heinrich Siebern, D. Kayser (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. II. Regierungsbezirk Hildesheim. 3. Der Kreis Marienburg. Hannover 1910, S. 91–92.
Commons: St. Georg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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