St. Georg (Neubronn)

Kirchengebäude in Neubronn, Weikersheim, Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die evangelische Pfarrkirche St. Georg steht in Neubronn, einem Stadtteil von Weikersheim im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen. Die Verbundkirchengemeinde Weikersheim-Neubronn gehörte bis Ende 2024 zum bisherigen Kirchenbezirk Weikersheim und gehört seit 1. Januar 2025 zum Teilgebiet Weikersheim im neuen Kirchenbezirk Hohenlohe der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

St. Georg in Neubronn

Geschichte und Baubeschreibung

Bereits 1251 ist in Neubronn eine Pfarrkirche bezeugt. Sie war dem Stift Neumünster inkorporiert. Die Herren von Rosenberg führten die Reformation ein. Die spätromanische Saalkirche wurde im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut. Sie besteht aus einem Langhaus und einem Chorturm im Osten. Dieser ist mit einem achtseitigen Knickhelm bedeckt, dessen Südseite eine Dachgaube mit dem Zifferblatt der Turmuhr trägt. Hinter den als Biforien gestalteten Klangarkaden befindet sich der Glockenstuhl. 1887 leitete Oberbaurat Christian Friedrich von Leins eine Renovierung der Kirche, bei der auch mit einem kleineren Anbau das romanische Kirchenschiff nach Westen verlängert wurde. Dieser diente der Schaffung von mehr Sitzplätzen auf der Westempore, der dortigen Aufstellung einer größeren Orgel und dem Witterungsschutz für das nach Westen versetzte romanische Nordportal. Weitere Renovierungen schlossen sich 1956, 1970/71 (mit der Freilegung von Wandmalerei) und 1999 (mit der Rückgewinnung historischen Bestands an den Emporen) an.

Ausstattung

Wandmalerei: Bei der Renovierung 1970/71 wurden im Gewölbe des Turmchores aus dem 14./15. Jahrhundert Malereien mit der Darstellung der vier Evangelistensymbole freigelegt.[1]

Glasgemälde: Die Fensterrosette im Chor hatte 1888 eine Farbverglasung erhalten, die jedoch 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört wurde. Wolf-Dieter Kohler schuf 1957 als Ersatz die Neuverglasung mit den Bildthemen „Der Auferstandene mit den Marterwerkzeugen“ und „Abendmahl“.

Orgel: Die Orgel wurde 1988 aus Orgelteilen der Firma Aug. Laukhuff zusammengesetzt.

Literatur

  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Baden-Württemberg I, Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. Deutscher Kunstverlag, München 1993, S. 576.
  • Ulrich Bernecker, Regine Burdinski: Unsere Kirchen – Ein Führer zu den Gotteshäusern des evangelischen Kirchenbezirks Weikersheim. (Hrsg.) Evangelisches Dekanat Weikersheim 2003, Seite 65 f.

Einzelnachweise

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