St. Georgen im Lavanttal

Gemeinde im Bezirk Wolfsberg, Kärnten From Wikipedia, the free encyclopedia

St. Georgen im Lavanttal ist eine Gemeinde mit 1915 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Wolfsberg in Kärnten, Österreich.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
St. Georgen im Lavanttal
WappenÖsterreichkarte
Wappen von St. Georgen im Lavanttal
St. Georgen im Lavanttal (Österreich)
St. Georgen im Lavanttal (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Kärnten Kärnten
Politischer Bezirk: Wolfsberg
Kfz-Kennzeichen: WO
Fläche: 72,38 km²
Koordinaten: 46° 43′ N, 14° 55′ O
Höhe: 446 m ü. A.
Einwohner: 1.915 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 26 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9423
Vorwahlen: 0 43 57
Gemeindekennziffer: 2 09 14
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorfplatz 10
9423 St. Georgen im Lavanttal
Website: www.sankt-georgen.at
Politik
Bürgermeister: Karl Markut (TS)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(15 Mitglieder)
6
5
2
2
6 5 2 2 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von St. Georgen im Lavanttal im Bezirk Wolfsberg
Lage der Gemeinde St. Georgen im Lavanttal im Bezirk Wolfsberg (anklickbare Karte)St. AndräWolfsberg
Lage der Gemeinde St. Georgen im Lavanttal im Bezirk Wolfsberg (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick von Steinberg-Oberhaus auf die Burgruine Stein und das untere Lavanttal
Blick von Steinberg-Oberhaus auf die Burgruine Stein und das untere Lavanttal
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Schließen

Geographie

Die Gemeinde liegt im unteren Lavanttal und erstreckt sich vom Lavantfluss auf die Hänge der Koralpe. Der Hauptort St. Georgen liegt 17 Kilometer südlich der Bezirkshauptstadt Wolfsberg.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde ist in sieben Katastralgemeinden (Andersdorf, Gundisch, Krakaberg, Herzogberg, Raggane, St. Georgen-Hartneidstein, Steinberg) gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 21 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):

  • Allersdorf (116)
  • Andersdorf (98)
  • Fransdorf (61)
  • Götzendorf (13)
  • Gundisch-Mitte (29)
  • Gundisch-Nord (29)
  • Gundisch-Süd (15)
  • Herzogberg (58)
  • Hofwiesen (159)
  • Krakaberg (7)
  • Matschenbloch (90)
  • Niederhof (46)
  • Oberrainz (40)
  • Pfaffendorf (75)
  • Pontnig (55)
  • Raggane (40)
  • St. Georgen im Lavanttal (704)
  • Steinberg-Hart (69)
  • Steinberg-Oberhaus (42)
  • Unterpichling (44)
  • Unterrainz (125)

Nachbargemeinden

Sankt Andrä Frantschach-St. Gertraud Bad Schwanberg (DL)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wies (DL)
Sankt Paul Lavamünd Eibiswald (DL)

Geschichte

Der antike Steinbruch Spitzelofen am oberen Steinberg weist auf römische Besiedlung hin, er war Teil eines römischen Gutshofs bei der heutigen Ortschaft Allersdorf.

Die Burg Stein östlich des heutigen St. Georgen, erstmals 1214 urkundlich erwähnt, wurde vermutlich von Salzburger Gefolgsleuten errichtet und bildete das Verwaltungszentrum des heutigen Gemeindegebiets. Sie besaß im 13. Jahrhundert, als sie sich im Besitz der Herren von Pettau befand, einen Burgfried (Niedergerichtsbezirk). Die bereits 1184 erstmals genannte und für den Ort und die heutige Gemeinde namensgebende Kirche St. Georg unter Stein bzw. am Steinberg war wohl zunächst eine Eigenkirche der Burgherren und wurde 1245 dem nahegelegenen Stift St. Paul angeschlossen und ist seit 1246 Pfarrkirche.

1864 wurde aus den Gemeinden Steinberg, Herzogberg und Paierdorf die Gemeinde St. Georgen im Lavanttal gegründet.

Am Krakaberg und am Krennkogel kommt Kyanit (früher Disthen genannt) vor, aus dem Aluminium gewonnen werden könnte. In den Jahren zwischen 1938 und 1945 wurden Untersuchungen durchgeführt, ein Gutachten aus 1949 vermutet 255 Mio. Tonnen Disthen in diesem Gebiet. Versuche, die bis in die Jahre 1978/79 reichten, zeigten aber, dass eine Aluminiumgewinnung wirtschaftlich nicht durchführbar sei.[2]

Bei der Kärntner Gemeindestrukturreform erfolgte zum 1. Jänner 1973 die Eingemeindung nach Sankt Paul im Lavanttal. Eine Vereinsgemeinschaft St. Georgen wurde gegründet, um kulturell eigenständig zu bleiben. 1990 kam es durch eine Volksbefragung zur Wiedererlangung der Selbstständigkeit, neuer Bürgermeister wurde Karl Markut.

Bevölkerungsentwicklung

St. Georgen im Lavanttal: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
2.043
1880
 
2.072
1890
 
2.227
1900
 
2.172
1910
 
2.075
1923
 
2.041
1934
 
2.166
1939
 
2.022
1951
 
2.108
1961
 
2.045
1971
 
2.215
1981
 
2.146
1991
 
2.096
2001
 
2.187
2011
 
2.017
2021
 
1.945
2025
 
1.915
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Die Abnahme der Einwohnerzahl seit 2001 erfolgt vor allem wegen einer negativen Wanderungsbilanz.[3]

Pfarrkirche Heiliger Georg
Römischer Inschriftstein an der Kirchenmauer
Filialkirche Heiliges Kreuz in Andersdorf
Nord-Ansicht von Burg Stein

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bevölkerung

Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 hatte Sankt Georgen 2.187 Einwohner, davon waren 98,4 % österreichische Staatsbürger. 96,9 % der Bevölkerung bekannten sich zur römisch-katholischen und 0,9 % zur evangelischen Kirche, 1,3 % waren ohne religiöses Bekenntnis.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Betriebsanzahl und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:[5][6][7]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021[8] 20112001 2021[8]20112001
Land- und Forstwirtschaft 1) 82 150181 96104139
Produktion 27 2217 2036965
Dienstleistung 55 5536 289146104
Schließen

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Windpark

Am 15. Juli 2021 wurde Spatenstich gefeiert für den ersten Windpark Kärntens (2 erste Windräder drehen sich bereits am Plöckenpass). Hoch über dem Lavanttal werden 8 Windkraftwerke mit einer Gesamthöhe von 150 m bis zur Rotorspitze mit einer Gesamtinvestition von 42 Millionen Euro entstehen: 6 auf der Steinberger Alpe (Gemeinde St. Georgen bis Juni 2022) und 2 auf der Soboth (Gemeindegebiet Lavamünd bis Oktober 2022 auf 1400 m Höhe) Es wurden bereits die ersten Fundamente betoniert.[9][10]

Politik

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder, bis 2021 19 Mitglieder.

Bürgermeister

Wappen

Im Wappen von Sankt Georgen steht die im Zinnenschnitt geteilte untere Hälfte in Silber für die Burg Stein als historisches lokales Herrschaftszentrum, der von einer Lanze durchbohrte Drache ist das Attribut des Pfarr- und Gemeindepatrons St. Georg. Die in der oberen Schildhälfte nach außen wachsenden Äste mit einem Apfel und einer Birne stehen für die Bedeutung des Obstbaus und der Mostherstellung im Gemeindegebiet.

Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: Ein von Rot und Silber erhöht im Zinnenschnitt geteilter Schild, pfahlweise belegt mit einer abgeledigten, farbverwechselten Lanze, aus deren Schaft am Schnitt silbern auswärts zwei bogenförmige, belaubte Zweige, der vordere mit einem Apfel, der hintere mit einer Birne in das obere Feld wachsen, und die im unteren Feld einen grünen Drachen mit roter Flammenzunge und roten Waffen durchbohrt.[15]

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 6. Juli 1993 verliehen. Die Fahne ist Rot-Grün mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI