St. Kyrill und Method (Breslau)
Kirchengebäude in Polen
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Geschichte
Auf dem Grundstück stand im Mittelalter eine Kapelle, die dem heiligen Joseph gewidmet war. Diese wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts zerstört.
Das heutige Kirchengebäude wurde zwischen 1686 und 1690 für die Augustinerinnen im barocken Stil erbaut. Zunächst war sie nach dem heiligen Jakob benannt.[1] Später hieß sie St.-Anna-Kirche, nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Grabeskirche und späterem Krankenhaus, das sich nur wenige Meter entfernt auf der Sandinsel befindet und zur Zeit des Baus der St.-Jakobs-Kirche St. Anna genannt wurde.
Nach der Säkularisation 1810 kam die Kirche an das katholische Lehrerseminar. Zwischen 1919 und 1921 diente die Kirche der polnischen Minderheit der Stadt als katholisches Gotteshaus. Später ging die St.-Anna-Kirche an die Altkatholische Kirche.
Im Zweiten Weltkrieg wurden in der Kirche fast eine halbe Million Bücher der Breslauer Universitätsbibliothek eingelagert. Während der Schlacht um Breslau wurde die Kirche stark zerstört und brannte mitsamt den Büchern völlig aus. Nach dem Krieg wurden zunächst kleinere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.
1970 ging das Gebäude an die orthodoxe Gemeinde der Stadt. Sie wurde wiederaufgebaut und konnte 1976 als erstes orthodoxes Gotteshaus wieder genutzt werden.
Architektur
Weblinks
Literatur
- Klaus Klöppel: Breslau – Niederschlesien und seine tausendjährige Hauptstadt. Trescher Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-89794-256-1, S. 94
