St. Magdalena (Baierbach)

Filialkirche in Baierbach, Gemeinde Stephanskirchen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die römisch-katholische Filialkirche St. Magdalena steht in Baierbach, einem Gemeindeteil von Stephanskirchen im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Das Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Stephanskirchen unter der Nr. D-1-87-177-6 eingetragen. Die Kirche gehört zum Dekanat Rosenheim im Erzbistum München und Freising.

St. Magdalena in Baierbach
Innenraum

Beschreibung

Die spätgotische Saalkirche wurde im späten 15. Jahrhundert erbaut. Sie besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Osten und einem 1754 an der Südwestecke des Langhauses angebauten Kirchturm, dessen oberstes Geschoss den Glockenstuhl enthält. Über den Giebeln mit den Zifferblättern der Turmuhr erhebt sich ein spitzer Helm. Die Sakristei an der Südwand des Chors wurde um 1890 angefügt.

Die Innenräume von Langhaus und Chor sind mit Stichkappengewölben überspannt. Der Hochaltar wurde um 1684 aufgestellt. Das Altarretabel wird von Säulen flankiert, neben denen sich die Statuen der Margareta von Antiochia und der Katharina von Alexandrien befinden.

Orgel

Orgel

Die rein mechanische Schleifladen-Orgel mit acht Registern auf einem Manual und Pedal wurde um 1750 von Michael Kreittmayr ursprünglich für eine nicht bekannte Kirche geschaffen. Sie wurde 1789 nach St. Jakobus der Ältere in Hörgertshausen transferiert. Vermutlich wurde dabei das Gehäuse zu der heutigen Form umgestaltet. Im 19. Jahrhundert erfolgten einige Dispositionsänderungen. Vor dem Einbau einer neuen Orgel in Hörgertshausen, organisierte und finanzierte Ende der 1960er Jahre Karl Bormann die Translozierung des historischen Instruments hierher nach St. Magdalena, welches damit der Vernichtung entging. Es wurde 1971 erneut eingeweiht. 2014 erfolgte durch Orgelbau Linder eine umfassende Restaurierung, bei der auch die Prospektpfeifen erneuert wurden. Die heutige Disposition lautet:[1]

Manual C,D,E,F,G,A–c3
Gedeckt8′
Flöte8′
Viola8′
Principal4′
Flöte4′
Octave2′
Mixtur II–IV113
Pedal C,D,E,F,G,A-a0, repetiert ab cs0
Subbass16′
Violon08′
  • Koppel: Das Pedal ist über eigene Ventile fest an die Manuallade gekoppelt

Literatur

Commons: St. Magdalena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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