St. Sebastian (Böbingen)

Kirchengebäude in Böbingen (Pfalz), Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz From Wikipedia, the free encyclopedia

Die denkmalgeschützte Kirche St. Sebastian im rheinland-pfälzischen Ort Böbingen ist das Kirchengebäude der gleichnamigen römisch-katholischen Kirchengemeinde. Sie gehört zur Maikammerner Großpfarrei Maria, Mutter der Kirche im Bistum Speyer und trägt das Patrozinium des heiligen Sebastian.

Schnelle Fakten Basisdaten, Baugeschichte ...
St. Böbingen
Basisdaten
Konfession römisch-katholisch
Ort Böbingen (Pfalz), Deutschland
Diözese Bistum Speyer
Patrozinium St. Sebastian
Baugeschichte
Fertigstellung1758 (Saal)
15. Jh. (Turm)
Baubeschreibung
Baustil Spätgotik, Barock
Ausstattungsstil Rokoko
Bautyp Saalkirche
Koordinaten 49° 17′ 0,2″ N,  13′ 56,6″ O
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Geschichte

Eine katholische Kirche in Böbingen wird im Jahr 1251 erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurde der heutige Kirchturm errichtet, der noch auf den Resten des Vorgängerturmes steht. Zwischen 1555 und 1679 diente die Vorgängerkirche infolge der Reformation den Protestanten als Gotteshaus.

Im Jahr 1758 errichtete man den heutigen Saal unter Beibehaltung des historischen Kirchturms. Das neue Kirchengebäude wurde anschließend bis 1818 als Simultaneum gemeinsam von Protestanten und Katholiken genutzt.

Die letzten Renovierungen der Kirche wurden 1978, 1987 und 2010 vorgenommen.

Beschreibung

Bei dem heutigen Kirchengebäude handelt es sich um eine Saalkirche im Stil des Barock mit eingezogenem Chor. Das Innere wird von einer Flachdecke überspannt. Der quadratische Westturm ist spätgotisch und besteht mit seinen drei Etagen überwiegend aus rotem Sandstein. Sein schiefergedeckter Knickhelm überdacht den Glockenstuhl, in dem zwei 2010 angeschaffte Glocken hängen, die der Gottesmutter und Paul Josef Nardini gewidmet sind. Die Klangarkaden des Turmes sind mit Fischblasenmaßwerk verziert.

Die Innenausstattung der Kirche entstammt weitgehend dem Rokoko-Stil. Sie umfasst vier Altäre. Der Hochaltar trägt im Zentrum eine Figur des Kirchenpatrons. Die beiden Seitenaltäre sind der Gottesmutter und dem heiligen Josef von Nazaret gewidmet und tragen ebenfalls entsprechende Figuren. Im Kirchturm ist darüber hinaus eine Marienkapelle eingerichtet.

Im Außenbereich der Kirche befindet sich eine Lourdes-Grotte. Das Kriegerdenkmal am Gehweg vor der Kirche wurde von dem Bildhauer Ludwig Kern geschaffen.

Orgel

Orgel
Spieltisch

Die Vorgängerorgel wurde 1794 von Johann Conrad Göbel errichtet. Aufgrund des Neubaus des Kirchengebäudes wurde die Orgel von Johann Carl Baumann 1757 abgebaut und ein Jahr später im neu errichteten Gebäude wieder aufgestellt. Die heutige Orgel wurde 1890 von Franz Kämmerer unter Wiederverwendung der Windladen und Teilen des Pfeifenwerkes der Vorgängerorgel gebaut. Das Instrument verfügt über neun Register auf einem Manual und Pedal. Die Trakturen sind mechanisch, die Windladen als Schleifladen ausgeführt.[1] Die Disposition lautet:[2]

Manual C–f3
1.Principal8′
2.Gedeckt8′
3.Salicional8′
4.Gambe8′
5.Octav4′
6.Gedacktflöte4′
7.Mixtur III223
Pedal C–f0
8.Subbaß16′
9.Octavbaß08′

Seelsorge

Die Orte Gommersheim, Freisbach und Altdorf gehören zu der Kirchengemeinde St. Sebastian. Die Kirche St. Fronleichnam in Freimersheim ist eine Filiale von St. Sebastian. Gemeinsam gehören sie zur Pfarrei Maria, Mutter der Kirche mit der Pfarrkirche St. Kosmas und Damian in Maikammer.

Literatur

Commons: St. Sebastian (Böbingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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