St. Ursula (Kempten)
Kirchengebäude in Deutschland
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Die römisch-katholische Filialkirche St. Ursula ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk in Ursulasried, einem Kirchdorf und Ortsbestandteil von Kempten (Allgäu). Sie gehört zur Pfarrei St. Magnus mit Sitz im Ortsteil Lenzfried, zur Pfarreiengemeinschaft Kempten-St. Ulrich im Dekanat Kempten des Bistums Augsburg.[1]

Die im Kern spätgotische Kirche ist 1378 erwähnt worden, befand sich zunächst unter reichsstädtischem, seit 1545 unter stiftkemptischen Patronat. Das Langhaus wurde 1683 und 1864 erweitert.[2] Die Kirche ist von einem kleinen Friedhof umgeben.
Beschreibung
An den alten Kernbau erinnert noch ein dreiseitig abschließender Chor mit Spitzbogenfenstern und Stichkappentonne, bei der die Rippen ausgeschlagen worden sind.
Das Langhaus mit Satteldach und innen flacher Decke hatte ursprünglich zwei Spitzbogenfensterachsen und wurde 1864 um zwei Fensterachsen des Emporenjochs verlängert.
Der Kirchturm im nördlichen Chorwinkel hat im Untergeschoss ein Kreuzgratgewölbe, ist außen gegen das mit Profilgesims schließende Obergeschoss abgestuft und trägt ein hölzernes oktogonales Glockengeschoss mit Spitzhelm. In der Glockenstube hängt ein vierstimmiges Glockengeläut mit folgender Disposition:
- Die Ursulaglocke, auch Gefallenenglocke genannt, hat den Schlagton d″.
- Die Josefsglocke hat den Schlagton e″.
- Die Johannesglocke hat den Schlagton g″.
- Die Michaelsglocke hat den Schlagton h″.
Die Ausstattung im Altarraum stammt aus dem Jahr 1867. Dar Hauptaltar und die neben dem Chorbogen aufgestellten Seitenaltäre sind ädikulaförmige Holzaufbauten.