StEG 36.0

Schnellzuglokomotiv-Reihe der StEG From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Dampflokomotivreihe StEG 36.0 war eine Schnellzug-Schlepptenderlokomotivreihe der Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (StEG), einer privaten Eisenbahngesellschaft Österreich-Ungarns.

Schnelle Fakten 36.0 / kkStB 211 / ČSD 363.0 / MÁV 329 ...
StEG 36.0 / kkStB 211 / ČSD 363.0 / MÁV 329
StEG 3610
StEG 3610
StEG 3610
Nummerierung: StEG 3601–3610
kkStB 211.01–10
ČSD 363.001–010
MÁV 329,501–510
Anzahl: 10
Hersteller: StEG
Baujahr(e): 1908
Ausmusterung: bis 1957
Bauart: 2'C h2
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 17.887 mm
Höhe: 4.570 mm
Fester Achsstand: 4.200 mm
Gesamtachsstand: 8.300 mm
Achsstand mit Tender: 14.218 mm
Treibraddurchmesser: 1.800 mm
Laufraddurchmesser vorn: 995 mm
Leermasse: 53,7 t
Dienstmasse: 60,2 t
Reibungsmasse: 39,8 t
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Kesselüberdruck: 12 atm
Anzahl der Heizrohre: 136
Anzahl der Rauchrohre: 24
Rostfläche: 3,10 m²
Strahlungsheizfläche: 14,00 m²
Rohrheizfläche: 143,20 m²
Überhitzerfläche: 38,40 m²
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 550 mm
Kolbenhub: 650 mm
Tenderbauart: 73
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Geschichte

Die StEG beschaffte die zehn Exemplare dieser Reihe im Jahre 1908 bei der eigenen Lokomotivfabrik. Die Heißdampflokomotiven nach Bauart Schmidt mit Innenrahmen und außen liegender Heusingersteuerung besaßen bei ihrem Erscheinen die höchste Kessellage Europas, die Kesselmitte lag 2925 mm über Schienenoberkante. Auch lag der Kessel erstmals komplett über dem Rahmen. Auch das Verhältnis von Rostfläche zum geringen Gewicht des Kessels wurde in der Fachpresse als ein Rekord gewärtet.[1]

Sie bildeten bei der StEG die Reihe 36.0 und wurden für den Schnellzugsdienst auf der Strecke Brünn–Prag, wo sie sich vorzüglich bewährten. Optisch fällt eine Ähnlichkeit zu der zwei Jahre später erschienenen Reihe 109 der Südbahngesellschaft auf, die aus derselben Fabrik stammte und in Konzeption und Ausführung ähnelte. Deren Konstrukteur Hans Steffan war zugleich Chefkonstrukteur der Lokomotivfabrik und letzter Maschinendirektor der StEG.

Die Reihe 36 kam anlässlich der Verstaatlichung der StEG 1909 zur Gänze zu den k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB), bei denen sie als Reihe 211 eingeordnet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen alle Maschinen zur ČSD, die sie als Reihe 363.0 bezeichnete. In den 1930er Jahren wurden die Maschinen zur Gänze in die Slowakei umstationiert, von wo sie nach deren Annektierung 1939 zur MÁV kamen und dort als Reihe 329 bezeichnet wurden. Die letzte wurde 1963 ausgemustert.

Literatur

  • Verzeichnis der Lokomotiven, Tender, Wasserwagen und Triebwagen der k.k. österreichischen Staatsbahnen und der vom Staate betriebenen Privatbahnen nach dem Stande vom 30. Juni 1917. Verlag der k.k. österreichischen Staatsbahnen, Wien 1918.
  • Karl Gölsdorf: Lokomotivbau in Alt-Österreich 1837–1918. Verlag Slezak, Wien 1978, ISBN 3-900134-40-5.

Einzelnachweise

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