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Stadt Rüdesheim (Schiff)

1992 gebaute Doppelendfähre From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Stadt Rüdesheim ist eine 1992 gebaute Doppelendfähre, die auf dem Rhein zwischen dem linksrheinischen Bingen im Landkreis Mainz-Bingen und dem rechtsrheinischen Rüdesheim am Rhein im Rheingau-Taunus-Kreis verkehrte. Zuletzt lag sie als Reserveschiff bzw. Auflieger in Rüdesheim.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Stadt Rüdesheim
Rheinfähre Stadt Rüdesheim (2015)
Rheinfähre Stadt Rüdesheim (2015)
Schiffsdaten
Flagge Deutschland Deutschland
Schiffstyp Fähre
Heimathafen Bingen
Eigner Bingen-Rüdesheimer Fähr- und Schifffahrtsgesellschaft, Bingen
Bauwerft Neue Germersheimer Schiffswerft, Germersheim
Baunummer 859
Stapellauf 1992
Verbleib Reserveschiff / Auflieger in Rüdesheim am Rhein (2026)
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 51,90 m (Lüa)
Breite 13,70 m
Tiefgang (max.) 1,25 m
Maschinenanlage
Maschine 2 × Deutz AG-Dieselmotoren
Maschinen­leistung 440 PS (324 kW)
Propeller 2 × Voith-Schneider-Propeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 136,8 tdw
Zugelassene Passagierzahl 250
Fahrzeugkapazität 32 PKW
Sonstiges
Registrier­nummern ENI: 04805220
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Geschichte und Betrieb

Als Ersatz für ihre noch aus dem Jahr 1933 stammende erste Autofähre mit dem Namen Stadt Rüdesheim[1] bestellte die Bingen-Rüdesheimer Fähr- und Schifffahrtsgesellschaft aus Bingen Anfang der 1990er Jahre bei der Neuen Germersheimer Schiffswerft in Germersheim einen Neubau. Dieser war ein Schwesterschiff der 1987 gebauten Europa (ENI 4805210).[2] Die neue Fähre wurde auf der Werft unter der Baunummer 859 auf Kiel gelegt, übernahm beim Stapellauf den Namen der Vorgängerin Stadt Rüdesheim und wurde 1992 abgeliefert.[3]

Im gleichen Jahr nahm die Stadt Rüdesheim den Liniendienst zwischen Bingen und Rüdesheim auf und war zusammen mit der Europa im Pendelverkehr als Rheinfähre Bingen–Rüdesheim im Einsatz. Als die Reederei 2008 die Fähre Rheintal in Dienst stellte und die Europa in die Reserve versetzte, bildeten die beiden Fähren den Grundstock der Fährverbindung.[4] Nachdem 2017 dann auch die Mary Roos ihren Dienst aufgenommen hatte, wurde die Stadt Rüdesheim nach 30 Jahren Dienst zu einem nicht genauer genannten Zeitpunkt als Reserveschiff in Rüdesheim aufgelegt. Dort befand sie sich noch 2026.

Als 2015 bei den Arbeiten zum Ersatzbau der Schiersteiner Brücke der A643 die noch offene der beiden Brücken einen Schaden erlitt, musste auch sie gesperrt werden. Als Entlastung der Theodor-Heuss-Brücke (Mainz–Wiesbaden) sowie der Rheinfähre Ingelheim-Nord – Mittelheim und der Rheinfähre Bingen–Rüdesheim wurde an der Fährstelle Walluf–Budenheim die Stadt Rüdesheim eingesetzt. Sie verkehrte dort von 19. Februar bis 24. April 2015.[5][6]

Das Schiff

Die Fähre hat eine Rumpflänge von 40,10 Metern, ist über alles 51,90 Meter lang und 13,70 Meter breit. Der Tiefgang liegt leer bei 0,90 Meter, beladen bei maximal 1,25 Meter. Sie hat eine Tragfähigkeit von 136,80 Tonnen und ist für bis zu 250 Personen sowie 32 Pkw auf den vier Fahrspuren zugelassen. Die Ladefläche beträgt 400 Quadratmeter, die Fahrbahnbreite 10,00 Meter. Angetrieben wird die Stadt Rüdesheim von zwei Deutz-Dieselmotoren mit jeweils 220 PS bzw. 162 kW Leistung, die zwei Voith-Schneider-Propeller antreiben.[2]

Literatur

  • Gemeinden Budenheim und Walluf: Festschrift 1000 Jahre Fähre Walluf – Budenheim 1019–2019. Feierlichkeiten am Rheinufer in Walluf und Budenheim vom 20.–21. Juli 2019, Budenheim und Walluf 2019, (Online-Version als PDF).
Commons: Stadt Rüdesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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