StaplerCup
Geschicklichkeits- und Schnelligkeitswettkampf für Fahrer von Flurförderfahrzeugen
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Der StaplerCup (Forklift World Championship[1], ehem. Meisterschaften im Staplerfahren) ist ein jährlicher Geschicklichkeits- und Schnelligkeits-Wettkampf für Fahrerinnen und Fahrern von Gabelstaplern und weiteren Flurförderzeugen.





Geschichte
Der StaplerCup wurde 1992 erstmals durch den Linde Vertragshändler Suffel Fördertechnik als regionaler Wettbewerb in Aschaffenburg ausgetragen.[2]
Im Jahr 2005 übernahm der Hersteller und Anbieter von Lösungen in der Logistikbranche, Linde Material Handling die Idee des StaplerCup als „Deutsche Meisterschaften im Staplerfahren“. 2024 wurde aus der „Deutschen Meisterschaft“ die „Forklift World Championship“. Erklärtes Ziel des StaplerCup ist es, die Staplerfahrer und Staplerfahrerinnen in den Vordergrund zu stellen und auf ihre Wichtigkeit in der Logistikbranche hinzuweisen.[3]
Zusammen mit seinen Vertragshändlern setzte Linde den StaplerCup zunächst auf dem Messegelände Hannovers in die Tat um.
Von 2006 bis 2019 wurde das Finale auf dem Gelände vor dem Aschaffenburger Schloss Johannisburg ausgetragen. Was einst mit 1.200 Zuschauern begann, gipfelte im Jahre 2019 mit 15.000 Besuchern beim StaplerCup-Finale in einen neuen Zuschauerrekord. Nach einem Jahr Pause, aufgrund der Corona-Pandemie, erfand sich der StaplerCup im Jahr 2021 neu und zog in die f.a.n. frankenstolz arena nach Aschaffenburg um,[4] die 2024 in LINDE MH ARENA umbenannt wurde.
Um am StaplerCup Finale teilzunehmen, finden deutschlandweit jedes Jahr Vorentscheide, die Regionalmeisterschaften, seit 2024 „Qualifier“ bei den Linde MH-Vertragshändlern statt. Zudem wurden seit 2024 auch internationale Qualifier eingeführt, bei denen sich Teilnehmer für den Wettbewerb qualifizieren können. Die Siegerinnen und Sieger treten dann im Finale des StaplerCup in Aschaffenburg gegeneinander an.[5]
Von 2013 bis 2024 fand der sogenannten Charity Cup statt. Dabei stellten jährlich verschiedenste Personen des öffentlichen Lebens ihr Können im Staplerfahren unter Beweis und sammeln damit Spenden für gemeinnützige Zwecke. Unter anderem waren schon Skisprunglegende Sven Hannawald, der ehemalige deutsche Boxer Henry Maske oder auch Moderatorin Shary Reeves mit von der Partie.[6][7]
Seit 2008 stand der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des jeweils amtierenden Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.[3] Von 2008 bis 2024 war die Bayerische Digitalministerin Judith Gerlach, MdL die Schirmherrin des StaplerCup. Aktuell gibt es keine Schirmherrin bzw. Schirmherr mehr.[8]
Im Jahr 2025 feierte der StaplerCup sein 20-jähriges Jubiläum. Nach Angaben des Veranstalters verfolgten mehr als 50.000 Personen die Wettbewerbe in der Aschaffenburger LINDE MH ARENA sowie im Livestream.
Disziplinen
Nach regionalen Vorentscheiden, die bei den Linde MH-Vertragshändlern ausgerichtet werden, findet das jährliche nationale Finale seit 2006 in Aschaffenburg statt. Seit 2007 wird gleichzeitig auch ein internationaler Wettbewerb („International Championships“, seit 2022 „NationsCup“, seit 2024 „ Team Forklift World Championship“) organisiert. Seit 2008 wird zusätzlich eine „Firmen-Team-Meisterschaft“ (seit 2024 „Corporate Cup“) ausgetragen, an der Mannschaften aus Industrie- und Handelsunternehmen teilnehmen können.
Im Jahr 2014 wurden erstmals eine Team- & Einzelweltmeisterschaft durchgeführt. 2015 veranstaltete Linde Material Handling die erste Meisterschaft der Staplerfahrerinnen, die seither jährlich auf dem StaplerCup ausgetragen wird.[3]
Deutsche Meisterschaft Single Herren, Deutsche Meisterschaft Single Damen, Firmen-Team-Meisterschaft und NationsCup hießen die Wettbewerbe, in denen die begehrten Trophäen bis 2023 vergeben wurden.[9]
Ab 2024 wurden die Deutsche Meisterschaft in die „Forklift World Championship“ überführt. Nun gibt es Trophäen in den Disziplinen Men’s Forklift World Championship, Women’s Forklift World Championship, Team Forklift World Championship, Corporate Cup zu gewinnen.
„Men's Forklift World Championship“
- 2025: Benjamin Danker aus Neustadt an der Donau, Bayern
- 2024: Stefan Jennings aus Oberlascheid, Rheinland-Pfalz
*(ehem. Deutsche Meister im Staplerfahren)
„Deutsche Meister im Staplerfahren“
- 2023: Joshua Glöggler aus Westerstetten, Baden-Württemberg
- 2022: Benjamin Danker aus Neustadt an der Donau, Bayern
- 2021: Markus Zenger aus Burglengenfeld, Bayern
- 2019: Erwin Brummer aus Rohrbach, Bayern
- 2018: Thomas Kirsten aus Dresden, Sachsen[10]
- 2017: Jörg Klößinger aus Petersaurach bei Nürnberg, Bayern[11]
- 2016: Maximilian Üblacker Jun. aus Flossenbürg, Bayern[12]
- 2015: Anton Stuckert aus Berlin[13]
- 2014: Rolf Müller aus Tuningen, Baden-Württemberg[14]
- 2013: Stefan Theissen aus Remagen, Rheinland-Pfalz[15]
- 2012: Stefan Theissen aus Remagen, Rheinland-Pfalz[15]
- 2011: Jörg Klößinger aus Petersaurach bei Nürnberg, Bayern[16]
- 2010: Ahmet Tekindag aus Düren, Nordrhein-Westfalen[17]
- 2009: Michael Schubert aus Linnich, Nordrhein-Westfalen
- 2008: Stephan Leifels aus Körchow, Mecklenburg-Vorpommern
- 2007: Jürgen Buslei aus Notscheid bei Linz am Rhein, Rheinland-Pfalz[3]
- 2006: Benjamin Empl aus Kaisheim an der Donau, Bayern[3]
- 2005: Jens Mühle aus Rippicha, Sachsen-Anhalt[3]
„Women's Forklift World Championship“
- 2025: Swetlana Lattermann aus Buchholz, Niedersachsen
- 2024: Tina Föhre-Scheller aus Rothenburg ob der Tauber, Bayern
*(ehem. Deutsche Meister der Staplerfahrerinnen)
„Deutsche Meisterschaft der Staplerfahrerinnen“
- 2023: Melanie Holl aus Hurlach, Bayern
- 2022: Daniela Eilers aus Ketsch (Gemeinde), Baden-Württemberg
- 2021: Melanie Holl aus Felsberg, Hessen
- 2019: Melanie Holl aus Felsberg, Hessen
- 2018: Anna-Lena Wisser aus Herborn Hessen[18]
- 2017: Stefanie Schuster aus Faulbach Bayern
- 2016: Stefanie Schuster aus Faulbach Bayern
- 2015: Stefanie Schuster aus Faulbach Bayern
„Team Forklift World Championship
| Jahr | Land | Sieger*innen |
|---|---|---|
| 2025 | Stefan Jenniges, Jörg Klößinger, Tina Föhre-Scheller, Swetlana Lattermann | |
| 2024 | Frank Lenaerts, Jimmy Vleminx, Maarten Coteuer |
*(ehem. NationsCup)
„International Championship bzw. NationsCup“
| Jahr | Land | Sieger*innen |
|---|---|---|
| 2022 | Martin Kačir, Mário Fuska, Branislav Ondruš | |
| 2019 | Jörg Klößinger, Thomas Kirsten, Benjamin Danker | |
| 2018 | Jörg Klößinger, Uwe Holstein und Sebastian Schenkelberg | |
| 2017 | Renzo Coran, Gabriele Battaglia und Massimo Sinuello | |
| 2016 | Anton Stuckert, Uwe Holstein und Jörg Klößinger | |
| 2015 | Francisco Javier Perez Torrado, Joel Segura Granados und Josep Llobera Escribà | |
| 2014 | Fabian Schulte, Jörg Klößinger und Stefan Theissen | |
| 2013 | Stefan Theissen, Bernhard Mösche und Stephan Leifels | |
| 2012 | Ramón Gutiérrez Tonijuan, Josep Llobera Escribà und Joel Segura Granados | |
| 2011 | Ahmet Tekindag, Matthias Wittinger und Steven Klinger | |
| 2010 | Michael Schubert, Tino Schröder und Waldemar Taach | |
| 2009 | Stephan Leifels, Marco Wedhorn und Jens Mühle | |
| 2008 | Josef Köglmeier, Jürgen Buslei und Jens Mühle | |
| 2007 | Zhu Jiuan, Cheng Feng |
„Firmen-Team-Meisterschaft“ bzw. ab 2024 „Corporate Cup“
- 2025: ZF Friedrichshafen (Alexander Liebl, Joshua Kosyra, Daniel Pauli, Jürgen Pietsch)
- 2024: Hanseatische Brauerei Rostock (Martin Schröder, Axel Baars, Normen Petzel)
- 2023: Fienhage Poultry-Solutions (Paul-Amedeo Arva, Dirk-Michael Karbaum, Filip Marian-Ionut)
- 2021: Teamlog GmbH (Andreas Buterus, Alexander Buterus, Oliver Neukirchner + Logistikerin Jennifer Schierz)
- 2022: Teamlog GmbH (Andreas Buterus, Alexander Buterus, Eduard Kismann + Logistiker Oliver Neukirchner)
- 2019: SMP Deutschland GmbH (Igor Schurr, Eugen Karsten, Benjamin Danker (geb. Franz) + Logistiker Hans Gruber)
- 2018: SMP Deutschland GmbH (Igor Schurr, Eugen Karsten, Benjamin Danker (geb. Franz) + Logistiker Hans Gruber)
- 2017: The Lorenz Bahlsen Snack-World (Gabriele Schulz, Thomas Herrmann, Natalie Gaus + Logistiker Karl-Heinz Schneider)
- 2016: SMP Deutschland GmbH (Johann Gruber, Eugen Karsten, Benjamin Franz + Logistiker Thomas Schels)
- 2015: Knauf Gips KG (Christian Maul, Patrick Inderwies, Martin Meder + Logistiker Benjamin Weinmann)
- 2014: Knauf Gips KG (Christian Maul, Patrick Inderwies, Martin Meder + Logistiker Benjamin Weinmann)
- 2013: Knauf Gips KG (Christian Maul, Patrick Inderwies, Martin Meder + Logistiker Oliver Ehmann)
- 2012: Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH & Co. KG (Jürgen Seegmüller, Andreas Hoyer, Michael Bach + Logistiker Marc-Timo Hassold)
- 2011: ABB AG (Wladimir Herb, Thomas Preuss, Andreas Reinhardt + Logistiker Siegfried Rösel)
- 2010: ABB AG (Wladimir Herb, Thomas Preuss, Andreas Reinhardt + Logistiker Siegfried Rösel)
- 2009: ABB AG (Wladimir Herb, Thomas Preuss, Andreas Reinhardt + Logistiker Bogdan Starosta)
- 2008: Döhler Group (Sascha Schäckel, Heiko Pregeler, Heinz Benz + Logistiker Berthold Schulz)
Soziales Engagement
Mitarbeiter der Linde Material Handling gründeten 2008 den gemeinnützigen Verein StaplerCup hilft e. V. Die Einnahmen werden durch Fundraising-Aktionen rund um den StaplerCup generiert. Die Erlöse verschiedener Projekte, wie der Charity Tombola am Meisterschaftswochenende und Spendensammlungen, kommen insbesondere der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe zugute. StaplerCup hilft e.V. hat das Bestreben bekannte Persönlichkeiten als Botschafter für den Stapler-Wettbewerb „Charity Cup“ zu gewinnen. Die prominenten Paten wie Sven Hannawald, Oliver Kahn, Kati Wilhelm oder Reiner Calmund helfen dabei, Spenden zu sammeln und im Charity Cup zu erspielen.
Zuletzt wurde das Projekt "Inklusion leben" des One Day e. V. in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Schmerlenbach unterstützt, welches die Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung fördert.
Auszeichnungen
Das Konzept des heutigen StaplerCup wurde in Zusammenarbeit mit der Marketingagentur BBDO Live für Linde Material Handling im Jahr 2005 entwickelt.[19] Der StaplerCup erhielt mehrere Auszeichnungen in der Marketingbranche.[20]
Ebenfalls im Jahr 2008 zeichnete die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ den StaplerCup und die Stadt Aschaffenburg gemeinsam aus.[21]