Station Eleven (Fernsehserie)
postapokalyptische Fernseh-Miniserie
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Station Eleven ist eine von Patrick Somerville entwickelte amerikanische Miniserie, die von 2021 bis 2022 veröffentlicht wurde. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Emily St. John Mandel aus dem Jahr 2014. Die zehnteilige Serie wurde ab dem 16. Dezember 2021 auf HBO Max veröffentlicht. In Deutschland erschien sie ab dem 30. Januar 2022 zunächst bei Starzplay.[1][2]
| Serie | |
| Titel | Station Eleven |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Genre | Drama, Dystopie, Science-Fiction, Postapokalypse |
| Erscheinungsjahre | 2021–2022 |
| Länge | 44–59 Minuten |
| Episoden | 10 in 1 Staffel |
| Produktionsunternehmen | Paramount Television Studios, Tractor Beam Productions, Shadowfox Productions, Stone Village Television, Pacesetter Productions, Super Frog |
| Idee | Patrick Somerville |
| Regie | Hiro Murai, Jeremy Podeswa, Helen Shaver, Lucy Tcherniak |
| Drehbuch | Patrick Somerville, Shannon Houston, Nick Cuse, Cord Jefferson, Sarah McCarron, Kim Steele, Will Weggel |
| Produktion | Emily St. John Mandel, Claire Welland, David Eisenberg, Stephanie Jacob-Goldman |
| Musik | Dan Romer |
| Kamera | Christian Sprenger, Steve Cosens, Daniel Grant |
| Premiere | 16. Dez. 2021 auf HBO Max |
| Deutschsprachige Premiere | 30. Jan. 2022 auf Starzplay |
| → Besetzung | |
| → Synchronisation | |
Handlung
Die Serie beginnt in Chicago am Abend einer Aufführung von King Lear. Der Schauspieler Arthur Leander bricht während der Vorstellung zusammen und stirbt. Der Zuschauer Jeevan Chaudhary kümmert sich daraufhin um die junge Kinderdarstellerin Kirsten Raymonde, deren Eltern nicht erreichbar sind. Kurz darauf breitet sich eine extrem tödliche Grippe aus; innerhalb weniger Tage kollabieren öffentliche Ordnung, Versorgung und Kommunikation.
Zwanzig Jahre später gehört Kirsten zur Traveling Symphony, einer wandernden Theater- und Musikgruppe, die in verstreuten Siedlungen im Gebiet der Großen Seen auftritt. Die Gruppe hält an einem festen Rundweg fest und spielt vor allem Shakespeare. Dabei trifft sie auf eine von einem als „Prophet“ auftretenden Mann angeführte Gruppe, deren Anführer mit Kirsten, Arthur Leander und dem titelgebenden Comic Station Eleven verbunden ist.
Die Serie erzählt die Ereignisse nicht chronologisch, sondern springt zwischen der Zeit vor der Pandemie, den ersten Tagen des Zusammenbruchs und der postapokalyptischen Gegenwart. Zentrale Themen sind Erinnerung, Verlust, Trauma, Gemeinschaft und die Rolle von Kunst nach dem Ende gesellschaftlicher Institutionen.
Besetzung und Synchronisation
Synchronisiert von RC Production. Dialogregie führte Christian Zeiger nach einem Dialogbuch von Lasse Dreyer und Markus Jütte.[3]
| Rollenname | Schauspieler | Synchronsprecher[4] |
|---|---|---|
| Hauptrollen | ||
| Kirsten Raymonde | Mackenzie Davis | Julia Kaufmann |
| Kirsten (jung) | Matilda Lawler | Marie Düe |
| Jeevan Chaudhary | Himesh Patel | Nicolás Artajo |
| Clark Thompson | David Wilmot | Hanns-Jörg Krumpholz |
| Frank Chaudhary | Nabhaan Rizwan | Dennis Herrmann |
| Tyler Leander | Daniel Zovatto | Julius Jellinek |
| Alexandra | Philippine Velge | Alice Bauer |
| Sarah | Lori Petty | Claudia Kleiber |
| Nebenrollen | ||
| Arthur Leander | Gael García Bernal | Nico Mamone |
| Miranda Carroll | Danielle Deadwyler | Mareile Moeller |
| Elizabeth | Caitlin FitzGerald | Giuliana Jakobeit |
| Gil | David Cross | |
| Brian | Enrico Colantoni | Roberto Guerra |
| Wendy | Deborah Cox | |
| Chrysanthemum | Ajahnis Charley | Michel Diercks |
Produktion
Die Serie wurde von Patrick Somerville entwickelt, der auch als Showrunner und Executive Producer fungierte. Zu den weiteren Executive Producern gehörten unter anderem Hiro Murai, Jeremy Podeswa, Jessica Rhoades, Scott Steindorff, Scott Delman, Dylan Russell und Nate Matteson.[1] Produziert wurde die Serie von Paramount Television Studios in Zusammenarbeit mit Tractor Beam Productions, Shadowfox Productions, Stone Village Television, Pacesetter Productions und Super Frog.[5]
Die Dreharbeiten begannen im Januar 2020 in Chicago, kurz vor der weltweiten Ausbreitung der COVID-19-Pandemie. Nach den ersten Dreharbeiten wurde die Produktion unterbrochen; später wurde vor allem in Ontario, unter anderem in Mississauga, weitergedreht.[6][7] Diese Produktionsumstände wurden in der Rezeption häufig hervorgehoben, da die Serie eine fiktionale Pandemie schildert und während der realen COVID-19-Pandemie entstand.
Für die Musik war Dan Romer verantwortlich. Die Kamera führten Christian Sprenger, Steve Cosens und Daniel Grant.[8]
Veröffentlichung
Episoden
| Nr. | Deutscher Titel | Originaltitel | Regie | Drehbuch | Erstveröffentlichung USA |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Wheel of Fire | Hiro Murai | Patrick Somerville | 16. Dezember 2021 | |
| 2 | A Hawk from a Handsaw | Jeremy Podeswa | Patrick Somerville | 16. Dezember 2021 | |
| 3 | Hurricane | Hiro Murai | Shannon Houston | 16. Dezember 2021 | |
| 4 | Rosencrantz and Guildenstern Aren’t Dead | Jeremy Podeswa | Nick Cuse | 23. Dezember 2021 | |
| 5 | The Severn City Airport | Lucy Tcherniak | Cord Jefferson | 23. Dezember 2021 | |
| 6 | Survival Is Insufficient | Helen Shaver | Patrick Somerville | 30. Dezember 2021 | |
| 7 | Goodbye My Damaged Home | Lucy Tcherniak | Kim Steele | 30. Dezember 2021 | |
| 8 | Who’s There? | Helen Shaver | Patrick Somerville, Sarah McCarron | 6. Januar 2022 | |
| 9 | Dr. Chaudhary | Jeremy Podeswa | Will Weggel, Patrick Somerville | 6. Januar 2022 | |
| 10 | Unbroken Circle | Jeremy Podeswa | Patrick Somerville | 13. Januar 2022 |
Rezeption
Station Eleven wurde überwiegend positiv aufgenommen. Bei Metacritic erreichte die Serie einen Metascore von 81 von 100 Punkten auf Grundlage von 27 Kritiken.[9] In deutschsprachigen Kritiken wurde vor allem betont, dass die Serie trotz ihres Pandemie- und Endzeitstoffs weniger auf Katastrophenspektakel als auf Erinnerung, Gemeinschaft und Kunst als Überlebensform setze. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete die Serie als „Plädoyer für die Kunst in Zeiten der Krise“.[2] Die taz betonte, dass sich die Serie von vielen düsteren Endzeitstoffen durch ihre Farbigkeit und einen vergleichsweise hoffnungsvollen Ton unterscheide.[10]
Auszeichnungen
Die Serie wurde 2022 für sieben Primetime Emmy Awards nominiert, darunter für Himesh Patel als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm, für die Regie von Hiro Murai, für das Drehbuch von Patrick Somerville sowie für Musik, Kamera, Schnitt und Tonschnitt.[5] Außerdem wurde Station Eleven mit einem Peabody Award ausgezeichnet.[8]