Stauersbach

Wüstung im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis und lag östlich von Idstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Karte: Hessen
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Stauersbach

Stauersbach ist eine Wüstung im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis und lag östlich von Idstein. Der Hof wurde 1292 erstmals erwähnt und ist bis 1520 nachgewiesen.

Lage und Geschichte

Der Hof lag etwa drei Kilometer nordöstlich der heutigen Idsteiner Altstadt kurz vor der Gemeindegrenze von Bermbach und etwa einen Kilometer westlich dieses Ortsteils von Waldems. Die Wüstung befindet heute in einem Waldgebiet ohne Straßenanschluss. Die nächstgelegene Straße heute ist die etwa 900 Meter nördlich verlaufende Bundesstraße 275. Historische Namensformen sind überliefert aus der Zeit um 1300 in der Form von „Stursbach“, 1368 als „Stuersbach“ und 1553 als „Stewersbach“.[1]

Zur Geschichte des Hofes liegen insbesondere Rechtsurkunden aus dem 14. und 15. Jahrhundert vor: Für das Jahr 1292 ist belegt, dass Stauersbach dem Stift St. Martin „6 Pfennig, 6 Käse und 2 Kapaunen“,[2] für die Zeit um 1300 dem Kloster Arnsburg Steuern, sog. Gefälle, zu leisten hat. Aus dem Jahr 1368 liegt eine Klage des Grafen Adolf von Nassau vor, in der er unter anderem gegen eine Plünderung Johann von Nassau-Weilburg in Stauersbach vorgeht. Ende des 14. Jahrhunderts bestätigt Graf Adolf II. von Nassau-Wiesbaden-Idstein im Jahr 1393 dem Stift St. Martin dessen Güter in Stauersbach. Der Hof war dem Kirchspiel Idstein zugeordnet.[1] Die letzte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1520, als Stauersbach in einer Kellereirechnung erwähnt wird.[3][4] Wann der Hof aufgeben wurde, ist nicht überliefert.

Nach dieser letzten urkundlichen Erwähnung des Hofes liegen weitere Erwähnungen vor, die sich auf den Flurnamen beziehen, aber nicht mehr auf das Vorhandensein der Siedlung schließen lassen: Die überlieferten Flurnamen ab dem 16. Jahrhundert lauten „[Wiese] inn der Staurßbach“ (1570/1573), „[Wiese] inn der Stauerßbach“ (1571/1572), „[Wiese] in der Stauersbach“ (1726) und „[Wiese] in den Stauersbach“ (1775). Darüber hinaus wird erwähnt, dass das Stift St. Martin 1672 dort einen Morgen Acker besitzt und 1672 Sybille Keßler von Sarmsheim, geborene von Stockheim dem Bierbrauer Seb. Körner aus Idstein Wiesen in der Stauersbach verkauft.[1]

Literatur

Einzelnachweise

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