Stefan Krebs

deutscher Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnologie, Baden-Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Stefan Krebs (* 1960 in Neckarsulm) ist ein deutscher Verwaltungsbeamter. Er war von 2015 bis 2026 Beauftragter der Landesregierung von Baden-Württemberg für Informationstechnologie (Chief Information Officer und Chief Digital Officer) und als solcher Ministerialdirektor im Innenministerium.

Stefan Krebs (2015)
Landes-CIO/CDO Stefan Krebs
Innenminister Thomas Strobl und der Landes-CIO/CDO Stefan Krebs beim Start des Projekts digital@bw
Amtseinführung von Stefan Krebs

Berufliche Tätigkeit

Stefan Krebs schloss sein Studium als Diplom-Verwaltungswirt (FH) 1986 an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg ab. Nach mehreren Jahren als Entwickler und Projektleiter bei der Datenzentrale Baden-Württemberg und dem Regionalen Rechenzentrum Franken wechselte er 1990 in den Bankensektor.

Zunächst war er als Entwickler und Projektleiter für Finanzierungen und das Rechnungswesen der Fiat Bank verantwortlich, bevor er dort Ende 1993 den Aufbau und die Leitung des Kreditrisikomanagements übernahm. Mitte 1995 erfolgte der Wechsel zur Landesgirokasse, einem Vorgängerinstitut der Landesbank Baden-Württemberg. Dort leitete er zunächst die Umgestaltung der IT-Revision, bevor er den Aufbau des IT-Sicherheitsmanagements übernahm.

Ab 2001 war Stefan Krebs in unterschiedlichen Führungspositionen bei der Finanz Informatik, dem IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe, und deren Vorgängerunternehmen in Hannover tätig. Dort war er als Verantwortlicher für die Unternehmensorganisation und als interner CIO zuständig für die Steuerung und Optimierung der IT-Landschaft. In Personalunion verantwortete er unter anderem auch Aufbau und Leitung des IT-Sicherheitsmanagements sowie des Risikomanagements.[1] Zusätzlich leitete er eine Taskforce zur Verbesserung der Produktionsstabilität und zur Ausrichtung des Betriebs der Kundenrechenzentren nach ITIL.

Am 1. Juli 2015 wurde Stefan Krebs zum Ministerialdirektor ernannt und gleichzeitig zum Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnologie (CIO) bestellt.[2] Als CIO war er verantwortlich für die strategische Planung und Weiterentwicklung der Landes-IT in Baden-Württemberg. Er hatte die Aufsicht über die Cybersicherheitsagentur (CSBW) und IT Baden-Württemberg (BITBW), den zentralen IT-Dienstleister des Landes, und vertrat Baden-Württemberg im Bund-Länder-übergreifenden IT-Planungsrat.[3][4] Gleichzeitig war ihm als Chief Digital Officer (CDO) die Abteilung für Digitalisierung zugeordnet.[5][6]

Ab Juni 2022 war Krebs der dienstälteste Ministerialdirektor in der Landesverwaltung Baden-Württemberg. Im Zuge der Bildung des Kabinetts Özdemir im Mai 2026 wurde er in den vorläufigen Ruhestand versetzt; ihm folgte Ronja Kemmer nach.[7]

Auszeichnungen

  • 2016 erhielt Stefan Krebs den E-Government Award der Vogel IT-Akademie. Im selben Jahr wurde er von Computerwoche und CIO Magazin unter die Top Ten in der Kategorie „CIO Großunternehmen“ gewählt.[8]
  • 2018 erreichte Stefan Krebs bei der Wahl zum CIO des Jahres, durchgeführt von Computerwoche und CIO Magazin, den 3. Platz in der Kategorie „Public Sector“.[9]
  • 2020 erreichte das Team des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration unter Leitung von Stefan Krebs, beim eGovernment-Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Chefs des Bundeskanzleramtes Helge Braun in der Kategorie „Bestes Projekt zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes 2020“, den ersten Preis.[10]
  • 2020 wurde Stefan Krebs bei der Wahl zum CIO des Jahres, durchgeführt von Computerwoche und CIO Magazin, mit dem 2. Platz in der Kategorie „Public Sector“ ausgezeichnet.[11]
  • 2025 wurde Stefan Krebs von Computerwoche und CIO Magazin zum CIO des Jahres in der Kategorie „Public Sector“ gewählt.[12]

Familie und Privates

Stefan Krebs ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er war zudem über viele Jahre als Handballtrainer aktiv.

Einzelnachweise

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