Stefan Okonek
deutscher Toxikologe, emeritierter Professor der Medizin und ehemaliger Leiter der Mainzer Giftnotrufzentrale
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Leben
Nach seinem Studium wurde Okonek 1968 zum Dr. med. promoviert[1] und war in den 1970er Jahren als Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universität Mainz tätig.[2] Er habilitierte 1977 und wurde im selben Jahr zum Professor an der Universität Mainz ernannt.[3]
Okonek spezialisierte sich auf Vergiftungen und wurde 1973 Leiter des Giftinformationszentrums an der Universität Mainz.[3]
In den 1980er Jahren wurde Okonek mehrfach als Experte zu den gesundheitlichen Gefahren von Leder-Sprays von den Medien befragt,[4][5] worüber er auch einen Fachaufsatz publizierte.[6]
Im Jahre 2003 wanderte er nach Malaysia aus.[7] Im April 2014 wurden Okonek und seine Lebensgefährtin von Mitgliedern der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf auf die Insel Jolo in den Philippinen verschleppt.[8] Sie waren sechs Monate in Gefangenschaft, bis sie am 17. Oktober 2014 freigelassen wurden.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Vergiftungen, Entgiftung, Giftinformation. Eine praxisbezogene Darstellung. Unter Mitarbeit von H. Lauer und einem Beitrag von C. Kulessa und J. Bußmann. Springer, Berlin / Heidelberg / New York 1981, ISBN 978-3-540-10331-8.
- als Herausgeber: Humantoxikologie : akute Vergiftungen, Giftinformation. Fischer, 1979, ISBN 978-3-437-10585-2.