Steffen Mensching

deutscher Kulturwissenschaftler, Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur From Wikipedia, the free encyclopedia

Steffen Mensching (* 27. Dezember 1958 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Theaterintendant. Seit 2008 ist er Intendant und Geschäftsführer des Theaters Rudolstadt.

Leben

Mensching wuchs in Ost-Berlin im Stadtbezirk Lichtenberg auf. Nachdem er 1977 das Abitur machte, schlug er zunächst die Journalistenlaufbahn ein. Er absolvierte ein Volontariat bei Radio Berlin International und begann ein Journalistikstudium an der Sektion Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Doch brach er das Studium im 1. Semester ab. Er wurde dann Redakteur der im Verlag Neues Leben erscheinenden Zeitschrift Temperamente. Von 1981 bis 1986 studierte er Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin.

Daneben war Mensching als Autor, Schauspieler und Dramaturg tätig. Bereits 1978 erhielt er das Johannes-R.-Becher-Diplom des Kulturbunds der DDR. Im Jahre 1979 erschien seine Dichtung erstmals gedruckt als Poesiealbum 146 im Verlag Neues Leben. 1984 erschien im Mitteldeutschen Verlag sein Gedichtband Erinnerung an eine Milchglasscheibe, für den er mit dem Debütpreis des Schriftstellerverbands der DDR ausgezeichnet wurde.[1] Im Liedertheater Karls Enkel traf Mensching ab 1979 auf Hans-Eckardt Wenzel, mit dem er bis Anfang der 1990er-Jahre zusammen als Duo Mensching & Wenzel in selbstgeschriebenen hintergründig-philosophischen Kabarettprogrammen auftrat. Im September 1989 zählte er zu den Verfassern der Resolution von Rockmusikern und Liedermachern, die er auch zu Beginn von Veranstaltungen vorlas[2], und war im Herbst 1989 kurzzeitig inhaftiert.[3] 1989/1990 erhielt er gemeinsam mit Hans-Eckardt Wenzel den Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR. Mensching trat auch gemeinsam mit der Ulk-Band Schnaftl Ufftschik auf und schrieb journalistisch für Tagesmedien wie Frankfurter Rundschau und junge Welt.

Seit der Spielzeit 2008/2009 ist er Intendant und Geschäftsführer des Theaters Rudolstadt.

Mensching war Mitglied des PEN-Zentrums der DDR, seit 1998 ist er Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Seit 2021 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, seit 2022 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Privates

Mensching lebt in Rudolstadt und hat zwei Söhne.

Werke

Filmografie

Hörspiele

Gespräche

  • (mit Achim Engelberg): „Ich dachte, ich hätte Vergangenheit rekonstruiert, aber ich habe Zukunft beschrieben“. Ein Gespräch mit Steffen Mensching über Dokumente, Phantasie und Literatur, in: Sinn und Form, Bd. 75, Heft 5, 2023, S. 665–678, ISBN 978-3-943297-73-7.

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

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