Steifer Lauch

Art der Gattung Lauch (Allium) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Steife Lauch[1] (Allium strictum), auch Steif-Lauch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch (Allium) in der Unterfamilie der Lauchgewächse (Allioideae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Steifer Lauch

Blütenstand von Allium strictum

Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Unterfamilie: Lauchgewächse (Allioideae)
Tribus: Allieae
Gattung: Lauch (Allium)
Art: Steifer Lauch
Wissenschaftlicher Name
Allium strictum
Schrad.
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Beschreibung

Blütenstand mit Blüten im Detail

Vegetative Merkmale

Der Steife Lauch ist eine sommergrüne ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern erreicht.[1] Die Zwiebel ist mit einem Durchmesser von 0,5 bis 0,8 Zentimetern sehr schlank und die äußeren Hüllen sind netzfaserig.

Die Laubblätter sind mehr oder weniger flach, bei einer Breite von 3 bis 5 Millimetern schmal-bandförmig und auf der Oberseite etwas rinnig.

Generative Merkmale

Im doldigen Blütenstand werden keine Brutzwiebeln ausgebildet; er ist von einem einzelnen Hochblatt umhüllt. Die Blütenstiele sind ein- bis zweimal so lang wie die Blütenhüllblätter. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die sechs Blütenhüllblätter sind relativ hell-purpurfarben. Die Staubblätter stehen etwas über die Blütenkrone hinaus. Die Staubfäden sind mit kurzen und stumpfen Zähnen besetzt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48, seltener 16 oder 32.[2]

Vorkommen und Gefährdung

Der Steife Lauch ist in Mittel- sowie Osteuropa und in Asien bis hin zur Mongolei verbreitet.[3]

Er wächst auf Felsfluren und Xerothermrasen auf trockenen, basenreichen, nährstoffarmen Stein- und Lehmböden. Er ist gebietsweise eine Charakterart des Allio-stricti-Festucetum pannonicae aus dem Verband Seslerio-Festucion, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Ordnung Festucetalia valesiacae vor.[2]

In Deutschland ist der Steife Lauch nach Anlage 1 zur Bundesartenschutzverordnung i. V. m.§ 44 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) besonders geschützt[4] und wird in der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands als „stark gefährdet“ geführt.[1]

Literatur

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