Steinächle

zur Gemeinde Affalterbach gehörender Weiler und ehemaliger Adelssitz im baden-württembergischen Landkreis Ludwigsburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Steinächle ist ein zur Gemeinde Affalterbach gehörender kleiner Weiler und ehemals befestigter Adelssitz im baden-württembergischen Landkreis Ludwigsburg.

Schnelle Fakten Gemeinde Affalterbach ...
Steinächle
Gemeinde Affalterbach
Koordinaten: 48° 55′ N,  22′ O
Höhe: 263 m
Postleitzahl: 71364
Alte Bauernhäuser an der Hauptstraße
Alte Bauernhäuser an der Hauptstraße
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Schnelle Fakten Schlössle Steinächle ...
Schlössle Steinächle
Das mit einem Mauerring befestigte Steinächle mit seinem Schlösschen (Ansicht aus Kiesers Forstlagerbuch, 1686)

Das mit einem Mauerring befestigte Steinächle mit seinem Schlösschen (Ansicht aus Kiesers Forstlagerbuch, 1686)

Staat Deutschland
Ort Affalterbach-Steinächle
Burgentyp befestigter Hof
Erhaltungszustand abgegangen
Ständische Stellung Adel
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Lage

Steinächle mit seinen elf Häusern liegt südöstlich von Affalterbach am Ufer des Buchenbachs, eines Zuflusses der Murr. Umliegende Ortschaften sind Burgstetten-Kirschenhardthof, der zu Affalterbach gehörende Birkachhof, Leutenbach-Heidenhof, Weiler zum Stein, der Gollenhof und Wolfsölden (im Uhrzeigersinn).

Geschichte

Laut Württembergischem Urkundenbuch wurde Steinächle erstmals im Jahre 1245 als Mühle (molendinum) Steina erwähnt.[1] In weiteren frühneuzeitlichen Urkunden taucht Steinächle als Steinachlin (1473), Steinächlin (1584) und Steinaichlin (1686) auf.[2] Im 19. Jahrhundert lautete der Ortsname noch Steinächlen. Der kleine, ehemals befestigte Ort war Teil der Burgherrschaft Wolfsölden und kam mit dieser von der Grafschaft Löwenstein in den Besitz des Hauses Württemberg.[3]

Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges befand sich Steinächle in einem desolaten und menschenleeren Zustand.[4] 1649 schenkte Herzog Eberhard III. seiner Schwester, Prinzessin Antonia von Württemberg, den Hof mit allen Einkünften, Rechten und Gütern. Die ehelose und tief religiöse Prinzessin, die wegen ihres hohen Bildungsniveaus und ihrer Mildtätigkeit als Württembergische Minerva gerühmt wurde, ließ den Weiler wieder aufbauen. Mit ihrem Tode im Jahre 1679 fiel Steinächle wieder an die herzogliche Hofdomänenkammer zurück.[5] Zwischenzeitlich war Steinächle dann im Besitz der Herren von Kaltental zu Aldingen. 1722 verkaufte Georg Wolf von Kaltental das Hofgut wieder.[6] Das Schlössle wurde später in ein Bauernhaus umgewandelt.[3]

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wohnte der Theologe Christoph Matthäus Pfaff, Kanzler der Universität Tübingen, in Steinächle. Er verkaufte seinen Hof 1736 für 5500 Gulden an Herzog Carl Alexander von Württemberg.[3]

Bilder aus Steinächle

Einzelnachweise

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