Burgstetten

Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Burgstetten ist eine Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Der Sitz der Gemeindeverwaltung ist in Burgstall.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Burgstetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Burgstetten hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 56′ N,  22′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Höhe: 254 m ü. NHN
Fläche: 10,29 km²
Einwohner: 3681 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 358 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71576
Vorwahl: 07191
Kfz-Kennzeichen: WN, BK
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 018
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 18
71576 Burgstetten
Website: www.burgstetten.de
Bürgermeisterin: Irmtraud Wiedersatz (parteilos)
Lage der Gemeinde Burgstetten im Rems-Murr-Kreis
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Luftbild von Burgstetten (1983)

Geographie

Geographische Lage

Burgstetten liegt im Nordwesten des Rems-Murr-Kreises zwischen der Großen Kreisstadt Backnang im Osten und Marbach am Neckar im Westen. Naturräumlich gehört das Gemeindegebiet zum Neckarbecken und liegt in dessen nordöstlicher Ausbuchtung, der Backnanger Bucht. Die Gemeinde befindet sich im Murrtal in 212 bis 321 Metern Höhe. Die Landschaft ist durch Höhenunterschiede gekennzeichnet, die vom tief eingeschnittenen Talboden der Murr steil auf die umliegenden Anhöhen ansteigen.

Neben der Murr, die entlang des nördlichen Gemeindegebiets verläuft, wird die Gemeinde durch mehrere kleinere Zuflüsse und Seitentäler gegliedert. Der Ortsteil Erbstetten befindet sich zwischen dem Maubach im Osten und dem Söllbach im Westen. Südwestlich des Hauptortes liegt das Naturschutzgebiet Buchenbachtal. Der dort verlaufende Buchenbach mündet an der westlichen Gemeindegrenze auf einer Höhe von 212,2 m ü. NHN in die Murr und markiert zugleich den tiefsten Punkt des Gemeindegebiets.

Nachbargemeinden

Im Nordwesten grenzt Burgstetten an die Gemeinde Kirchberg an der Murr. Im Nordosten und Osten teilt die Gemeinde ihre Grenze mit der Großen Kreisstadt Backnang. Hierbei schließt Burgstetten direkt an verschiedene Backnanger Gemarkungen an, darunter Schöntal (mit Ober-, Mittel- und Neuschöntal), Germannsweiler, den Ortsteil Maubach und den Weiler Stiftsgrundhof. Südlich benachbart liegt die Gemeinde Leutenbach, zu der die direkt angrenzenden Ortsteile Nellmersbach und Weiler zum Stein, sowie der Heidenhof gehören. Im Westen grenzt Burgstetten an die Gemeinde Affalterbach, die bereits zum benachbarten Landkreis Ludwigsburg gehört. Auf Affalterbacher Seite befindet sich in Grenznähe der Ortsteil Wolfsölden.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Burgstetten mit den Ortsteilen Burgstall an der Murr und Erbstetten besteht aus folgenden Dörfern, Weilern und Wohnplätzen:

Auf dem Gebiet von Erbstetten lag der abgegangene Ort Austrenhausen.[3] Auf Burgstaller Gemarkung lag die abgegangene Burgstaller Schleifmühle.

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

Geschichte

Gemeindefusion

Die Gemeinde Burgstetten entstand am 1. August 1971 im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg durch den Zusammenschluss der beiden zuvor selbständigen Gemeinden Burgstall an der Murr und Erbstetten.[5] Die Fusion war nicht unumstritten, da viele Einwohner Erbstettens einen Zusammenschluss mit Backnang anstrebten.[6] Der Ortsteil Kirschenhardthof gehörte bereits seit 1882 zu Erbstetten. Den Namenszusatz an der Murr führte Burgstall seit dem 7. Dezember 1964. 1973 erfolgte die Kreisreform in Baden-Württemberg, bei der die Gemeinde Burgstetten vom aufgelösten Landkreis Backnang zum neuen Rems-Murr-Kreis kam.

Burgstall an der Murr

Burgstall wurde 1301 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name ist vermutlich auf eine befestigte Anlage in der Römerzeit oder auf eine mittelalterliche Burg zurückzuführen. Der Ort war ursprünglich zwischen Württemberg und dem Stift Backnang geteilt, bevor Württemberg 1453 den ganzen Ort durch Tausch in seinen Besitz bekam und in das Amt Marbach eingliederte. Bei der Neugliederung des jungen Königreichs Württemberg am Anfang des 19. Jahrhunderts blieb die Zugehörigkeit von Burgstall zum Oberamt Marbach bestehen. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Burgstall 1938 zum Landkreis Backnang.

Erbstetten

Erbstetten wurde im Jahr 794 anlässlich einer Schenkung an das Kloster Lorsch im Lorscher Codex als Stetin erstmals urkundlich erwähnt.[7] Im 13. Jahrhundert hatte das Esslinger Spital und das Stift Backnang Güter und Rechte, die 1453 von Württemberg erworben wurden. Erbstetten gehörte bis 1938 zum Oberamt Marbach, anschließend zum Landkreis Backnang. Das örtliche Wappen zeigt in Blau ein mit goldenen Wimpern versehenes Auge mit blauer Iris.

Eine Kirche wird in Erbstetten bereits 1287 erstmals genannt. Über die Grafen von Löwenstein kam sie an das Kloster Lichtenstern. 1474 wurde die spätgotische Chorturmkirche verändert. Der Chor hat ein Netzrippengewölbe, die Nordkapelle von 1568 ist kreuzrippengewölbt. 1584 wird die jetzt evangelische Kirche Laurentiuskirche genannt. Das Schiff wurde 1607 und 1621 nach Norden und Westen erweitert, eine West- und Nordempore mit Ausrichtung auch des Parterre-Gestühls auf die Kanzel an der Südwand zu einer Querkirche erweitert und die Kirche insgesamt 1864, 1936 durch Architekt Werner Klatte und 1956 ff renoviert.[8] Der Taufstein und das Altarkreuz sind spätgotisch. Eine Glocke der Kirche wurde 1503 von Pantlion Sydler aus Esslingen gegossen. Die Kirchengemeinde verfügt auch über ein Gemeindehaus. Bis 1939 gehörte die Kirchengemeinde Erbstetten zum Kirchenbezirk Marbach. Mit Wirkung vom 1. April 1939 wurde sie in den Kirchenbezirk Backnang umgegliedert.

Nachkriegsentwicklung

1945 bis 1952 gehörten Burgstall und Erbstetten zum Nachkriegsland Württemberg-Baden, das 1945 in der Amerikanischen Besatzungszone gegründet worden war. 1952 gelangten die Gemeinden zum nachfolgenden Bundesland Baden-Württemberg.

Einwohnerentwicklung

Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg[9][10] (nur Hauptwohnsitze).

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1. Dezember 1871 ¹1147
1. Dezember 1880 ¹1247
1. Dezember 1890 ¹1282
1. Dezember 1900 ¹1244
1. Dezember 1910 ¹1243
16. Juni 1925 ¹1248
16. Juni 1933 ¹1327
17. Mai 1939 ¹1388
13. September 1950 ¹1880
6. Juni 1961 ¹2262
Jahr Einwohner
27. Mai 1970 ¹2656
31. Dezember 19802959
25. Mai 1987 ¹2939
31. Dezember 19902989
31. Dezember 19953234
31. Dezember 20003358
31. Dezember 20053406
31. Dezember 20103390
31. Dezember 20153635
31. Dezember 20203666
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Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Burgstetten hat 12 Mitglieder. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und der Bürgermeisterin als Vorsitzende. Die Bürgermeisterin ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Endergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2024
Sitze
2024
%
2019
Sitze
2019
Kommunalwahl 2024
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,7 %
43,3 %
BV
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
   2
   0
  −2
  −4
+2,0 %p
−2,0 %p
BV
FWV Freie Wählervereinigung Burgstetten 56,7 7 54,7 7
BV Bürgervereinigung Burgstetten 43,3 5 45,3 5
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 68,7 % 64,5 %

Bürgermeister

  • 1960–1979: Erich Schneider (CDU)
  • 1979–1995: Hans-Ulrich Stäbler
  • seit 1995: Irmtraud Wiedersatz

Wirtschaft und Infrastruktur

Burgstetten, Burgstall (Murr)
Burgstall 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Erbstetten 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch

Öffentliche Einrichtungen

Das Rathaus befindet sich im Ortsteil Burgstall in der Rathausstraße. Bis 2020 bestand zudem eine Verwaltungsstelle im Rathaus Erbstetten. Diese wurde jedoch nach vorübergehender Schließung im Jahr 2025 aus Kosten- und Personalgründen endgültig aufgegeben. Anliegen werden nun zentral im barrierefreien Rathaus Burgstall bearbeitet. Trauungen im historischen Gebäude bleiben weiterhin möglich und auch ein Briefkasten am Gebäude bleibt bestehen.[11]

Der Bauhof der Gemeinde wurde im Zuge eines Förderprogramms im Gewerbegebiet "Wasenäcker" angesiedelt.[12]

Die Freiwillige Feuerwehr Burgstetten ist seit dem Jahr 2012 in einem Feuerwehrhaus in der Rilkestraße untergebracht.

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine Grundschule, die mit je einem Schulhaus in den beiden Teilorten Burgstall und Erbstetten vertreten ist. Sie gehören organisatorisch zu einer gemeinsamen, zweizügigen Grundschule und werden zentral geleitet.[13]

Für die frühkindliche Bildung gibt es mehrere Kindergärten in den beiden Ortsteilen Burgstall und Erbstetten.[14]

Weiterführende Schulen sind vor Ort nicht vorhanden, weshalb die Schüler zumeist auf Bildungseinrichtungen in den Nachbarstädten wie Backnang oder Marbach ausweichen.

Versorgung

Im Ortsteil Burgstall wurde im Jahr 2021 ein Lebensmittelmarkt der Kette Rewe mit integriertem Bäckerei- und Metzgereibetrieb eröffnet.[15] Darüber hinaus bestehen weitere kleinere Nahversorgungsangebote. Ein im Bereich des Bahnhofs Burgstall gelegener kleinerer Lebensmittelmarkt der Kette Bonus-Markt wurde bereits im Jahr 2015 geschlossen.[16]

In Burgstetten bestehen keine dauerhaft personell besetzten Bank-Filialen mehr. Stattdessen gibt es Automatenstandorte. In Burgstall befindet sich ein Standort der Kreissparkasse Waiblingen. Eine Volksbank-Geschäftsstelle besteht dort nicht mehr. Im Ortsteil Erbstetten ist ein Volksbank-Standort als SB-Angebot vorhanden.[17]

Die frühere Postfiliale in einem Schreibwarengeschäft wurde geschlossen. Seit Oktober 2025 steht im Ortsteil Burgstall eine Poststation zur Verfügung, über die grundlegende Postdienstleistungen angeboten werden.

Senioreninfrastruktur und Tagespflege

Mit den beiden Standorten des „Haus Elim“ verfügt die Gemeinde über Einrichtungen der Altenpflege und Betreuung.

Im Jahr 2011 wurde im Neubaugebiet Kreuzäcker in Erbstetten das Alten- und Pflegeheim in Betrieb genommen. Diese Einrichtung bietet Plätze für die Dauer- und Kurzzeitpflege und verfügt zudem über einen geschützten Wohnbereich für Menschen mit demenziellen Erkrankungen. An das Pflegeheim angegliedert sind barrierefreie Senioren-Bungalows und betreute Wohnungen.

Um das Angebot der häuslichen Pflege zu ergänzen, wurde die Senioreninfrastruktur 2020 durch einen weiteren Standort im Ortsteil Burgstall erweitert. Gegenüber dem Feuerwehr-Gerätehaus entstand ein neues Gebäude, in dessen Erdgeschoss eine Tagespflegeeinrichtung mit 30 Plätzen eingerichtet wurde. In den oberen Etagen dieses Hauses befinden sich weitere Wohnungen für das Betreute Wohnen.

Wasserversorgung

Ehemals wurde die Gemeinde primär über den Zweckverband Wasserversorgung Söllbachgruppe mit Trinkwasser versorgt. Um jedoch eine dauerhaft hohe Wasserqualität, eine Verringerung der Wasserhärte und eine höhere Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wurde die Söllbachgruppe im Zuge der "Trinkwasserkonzeption nördlicher Rems-Murr-Kreis" aufgelöst. Burgstetten schloss sich daraufhin dem überregionalen Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) an.[18]

Das Wasserwerk Murrtal entstand auf Erbstettener Markung. Nach dem Spatenstich im September 2017 nahm das Werk im August 2020 den Betrieb auf und wurde im Juli 2022 offiziell eingeweiht. In diesem Wasserwerk wird seither das Rohwasser aus rund 55 Brunnen und Quellen der Region aufbereitet, enthärtet und anschließend an rund 70.000 Menschen im nördlichen Rems-Murr-Kreis verteilt.[19][20]

Darüber hinaus modernisierte die Gemeinde Burgstetten auch ihre lokale Wasserinfrastruktur. Im Oberdorf von Burgstall wurde ein neuer Hochbehälter als sogenannter Druckunterbrecher errichtet, um einen konstanten Wasserdruck in der unteren Versorgungszone zu gewährleisten.[21] Für die Aussiedlerhöfe wie "Auf den Rüdern" (Burgstall) und "Im Neugreut" (Erbstetten) wurde die Leitungsinfrastruktur erneuert; zudem stellte die Gemeinde durch den Bau neuer Löschwasserbehälter in diesen Außenbereichen den Brandschutz sicher. Finanziell gefördert wurden diese umfangreichen Neuausrichtungen durch Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg.[18]

Telekommunikation

Die Internetversorgung in Burgstetten erfolgte zunächst überwiegend über VDSL-Anschlüsse auf Basis des bestehenden Kupfernetzes bzw. über Kabelanschlüsse. Seit 2024 wird das Gemeindegebiet schrittweise mit Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude (FTTH) ausgebaut. Den Ausbau übernimmt das Unternehmen Wisotel weitgehend eigenwirtschaftlich.[22]

Verkehr

Burgstetten gehört zum Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart. Der Bahnhof Burgstall (Murr) liegt an der Kleinen Murrbahn Marbach am NeckarBacknang. Mit der Eröffnung der Verlängerung der S-Bahn-Linie 4 zwischen Marbach und Backnang am 8. Dezember 2012 ist die Gemeinde an das Stuttgarter S-Bahn-Netz angebunden.

Die Linie 455 der FMO bietet zudem eine Busanbindung an Backnang.

In Burgstall besteht ein stationsbasiertes Carsharing-Angebot des Anbieters Deer, der ausschließlich elektrisch betriebene Fahrzeuge einsetzt. Dafür steht eine Ladesäule zur Verfügung, die sowohl von Carsharing-Fahrzeugen als auch weiteren Elektrofahrzeugen genutzt werden kann.

Die nächstgelegene Bundesstraße ist die B 14, die etwa fünf Kilometer östlich von Burgstetten verläuft. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Pleidelsheim an der Bundesautobahn 81, etwa 15 Kilometer westlich.

Durch Burgstall und Erbstetten führt der Stromberg-Murrtal-Radweg, der als Fernradweg von Karlsruhe nach Gaildorf führt und damit den Rheinradweg mit dem Kocher-Jagst-Radweg verbindet.

Freibad Erbstetten

Die Ursprünge des "Bädles" gehen auf das Jahr 1939 zurück. Damals wurde der Söllbach im Ortsteil Erbstetten angestaut, um primär als gemeindlicher Feuerlöschteich zu dienen. Da das Becken jedoch auch zum Schwimmen geeignet war, wurde es kurz darauf auch als Freibad genutzt. In den frühen 1960er-Jahren erfolgte eine erste weitreichende Modernisierung. Dabei wurde das ursprüngliche 30-Meter-Becken im Jahr 1963 umgebaut und auf die damalige Sportnormlänge von 33 ⅓ Metern erweitert. Das Becken aus Beton bildete, umgeben von einer Liegewiese mit Bäumen, über Jahrzehnte den Kern der Anlage.[23] Um das Bad dauerhaft zu erhalten und drohende Schließungen abzuwenden, wurde bereits im Jahr 2005 der Förderverein Freibad Erbstetten e. V. gegründet.[24]

Nachdem eine Studie im Jahr 2017 einen massiven Sanierungsstau sowie den drohenden Ausfall der gesamten Technik festgestellt hatte, drohte dem Bad die dauerhafte Schließung. Daraufhin formierte sich unter dem Motto "Unser Bädle soll nicht baden gehen" eine Rettungsaktion aus der Bevölkerung. Der örtliche Förderverein sammelte durch Spendenaufrufe und Benefizveranstaltungen bis Ende 2023 über 336.000 Euro an Spendengeldern.[20][18] Ergänzt wurde diese finanzielle Hilfe durch den Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Helfer, die allein während der Umbauphase rund 750 Arbeitsstunden leisteten.[25]

Die umfassende Sanierung des Bades wurde in den Jahren 2019 bis 2020 mit einem Investitionsvolumen von rund 2,3 Millionen Euro realisiert. Um eine langfristige Haltbarkeit zu gewährleisten, wurde das Schwimmerbecken komplett mit Edelstahl ausgekleidet. Zudem erhielt das Kinderplanschbecken eine neue Spiellandschaft mit Bachlauf. Parallel dazu wurden das Betriebs- und Sanitärgebäude umgebaut und durch einen Neubau für die komplett erneuerte Badewassertechnik erweitert.[26]

Aufgrund seiner Lage am Leichtwiesengraben war das Bad in der Vergangenheit mehrfach von Hochwasser durch Starkregenereignisse (bspw. in den Jahren 2017 und 2024) betroffen. Um das Gelände künftig zu schützen, investiert die Gemeinde fortlaufend in Hochwasserschutzmaßnahmen, darunter die Renaturierung des angrenzenden Grabens und den Ausbau von Rückhaltekapazitäten.[20][21]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Commons: Burgstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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