Steinfurter Land
Region im Nordwesten des Landes Nordrhein-Westfalen
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Das Steinfurter Land ist eine Region im Nordwesten des Landes Nordrhein-Westfalen. Es liegt im südlichen Bereich des Kreises Steinfurt innerhalb der Region Münsterland. Der Begriff bezeichnet eine räumliche Einheit, die sich an naturräumlichen, historischen und funktionalen Gegebenheiten orientiert.
Lage und Abgrenzung

Das Steinfurter Land befindet sich im Nordwesten Nordrhein‑Westfalens im Regierungsbezirk Münster. Im Norden grenzt es an die niedersächsischen Kreise Emsland und Grafschaft Bentheim. Westlich schließen sich die Kreise Borken und Coesfeld an, im Osten das Tecklenburger Land und im Süden die kreisfreie Stadt Münster. Weitere nahegelegene Städte mit überregionaler Bedeutung sind Osnabrück in Niedersachsen und Enschede in den Niederlanden.[1][2]
Städte und Gemeinden
Zum Steinfurter Land zählen 13 Städte und Gemeinden des Kreises Steinfurt. Die Region weist eine Bevölkerungszahl von rund 273.000 Einwohnende auf (Stand: 31. Dezember 2020). Die kleinste Kommune ist Metelen mit etwa 6.400 Einwohnern, die bevölkerungsreichste Stadt ist Rheine mit rund 76.000 Einwohnern. Die Fläche der Region beträgt etwa 975 Quadratkilometer. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von etwa 280 Einwohnern pro Quadratkilometer.[1][2]
Naturräumliche Gegebenheiten
Naturräumlich ist das Steinfurter Land dem Westmünsterland zuzuordnen. Das Relief ist überwiegend eben bis leicht gewellt. Die Flächennutzung ist in weiten Teilen landwirtschaftlich geprägt und wird durch kleinere Waldflächen sowie strukturierende Landschaftselemente wie Wallhecken ergänzt. Mehrere Fließgewässer durchqueren das Gebiet, darunter die Vechte sowie die von Norden nach Süden verlaufende Ems. Im östlichen Randbereich des Steinfurter Landes verläuft zudem der Dortmund-Ems-Kanal.[1][2]
Historische Bezüge

Das Gebiet des heutigen Steinfurter Landes deckt sich weitgehend mit dem ehemaligen Altkreis Steinfurt, der bis zur kommunalen Gebietsreform in Nordrhein‑Westfalen im Jahr 1975 bestand. Im Rahmen dieser Reform wurde der Altkreis Steinfurt mit dem Kreis Tecklenburg sowie Teilen des Landkreises Münster zum heutigen Kreis Steinfurt zusammengeführt. Ungeachtet der Auflösung des Altkreises wird der Begriff Steinfurter Land weiterhin verwendet. Die Region bezeichnet heute neben dem ehemaligen Altkreis Steinfurt auch die Stadt Greven und die Gemeinde Saerbeck.[1][2]
Sozial‑ und Wirtschaftsstruktur
Die wirtschaftliche Struktur des Steinfurter Landes weist innerhalb der Region vergleichbare Merkmale auf. Die Anteile der Beschäftigten in den verschiedenen Wirtschaftssektoren zeigen ein ähnliches Verteilungsmuster. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt ist der Beschäftigtenanteil in der Land‑ und Forstwirtschaft erhöht, auch wenn dieser Sektor insgesamt einen untergeordneten Anteil an der Gesamtbeschäftigung aufweist.[1][2]