Stephan Kurjahn
Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Stephan Kurjahn (* 5. April 1969 in Landsberg am Lech) ist ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und seit dem 23. Januar 2024 Kommandeur der Technischen Schule des Heeres sowie General der Heereslogistiktruppen.

Militärische Laufbahn
Ausbildung und erste Verwendungen
Kurjahn trat 1990 in Sonthofen bei der 6. Kompanie des Gebirgsinstandsetzungsbataillons 8 in die Bundeswehr ein. Von 1990 bis 1992 absolvierte er die Offizierausbildung an der Offizierschule des Heeres in Hannover sowie an der Technischen Schule des Heeres in Aachen. Im Anschluss studierte er ab 1992 Maschinenbau (Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik) an der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg bei München. Ab 1995 wurde er als Zugführer und Leiter Technische Einsatzführung in der 2. Kompanie des Instandsetzungsbataillons 141 in Karow eingesetzt. Von 1998 bis 2001 wurde er als Hörsaalleiter in der Ausbildung der Offiziersanwärter an der Technischen Schule des Heeres in Aachen eingesetzt und von 2001 bis 2003 Kompaniechef der 6. Kompanie des Instandsetzungsbataillons 11 in Delmenhorst.
Dienst als Stabsoffizier
2003 begann Kurjahn den 46. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Von 2005 bis 2007 war er Dezernent im Heeresamt in Köln und von 2007 bis 2009 Referent im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung im Referat Fü H II 5 (Rüstung/Nutzung). Von 2009 bis 2012 führte er das Logistikbataillon 141 in Neustadt am Rübenberge als Bataillonskommandeur und wurde im Anschluss Referent im Bundesministerium der Verteidigung im Referat Politik (Pol) II 5 und Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (AIN) II 3. In 2015 war er Referent in der G36-Kommission unter der Führung von Winfried Nachtwei. Von 2015 bis 2017 war Kurjahn Büroleiter des Chefs des Stabes im Kommando Heer in Strausberg, von 2017 bis 2018 studierte er am Royal College of Defence Studies in London und war von 2018 bis 2019 Unterabteilungsleiter Planung/Zukunftsentwicklung und Internationale Zusammenarbeit im Kommando Streitkräftebasis in Bonn. Von Oktober 2019 bis April 2022 war er Referatsleiter Strategie und Einsatz (SE) III 4 im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. In dieser Zeit war er u. a. verantwortlich für die Rückverlegung des deutschen Einsatzkontingentes in Afghanistan.[1] Im April 2022 wechselte er im Bundesministerium der Verteidigung zum Stellvertretenden Leiter und Leiter Sekretariat der Task Force Optimierung Beschaffungswesen.
Dienst als General
Seit Januar 2024 ist Kurjahn Kommandeur der Technischen Schule des Heeres[2] sowie General der Heereslogistiktruppen und wurde auf diesem Dienstposten im Dezember 2025 zum Brigadegeneral ernannt.[3]
Einsätze
- 2006: Planungsstabsoffizier CJ35 Current Plans im Hauptquartier der ISAF in Kabul in Afghanistan
- 2011–2012: Kommandeur des Logistikunterstützungsbataillon Masar-e Scharif, Afghanistan, ISAF[4]
Privates
Kurjahn ist verheiratet und hat drei Kinder. Er lebt im Oldenburger Münsterland.
Auszeichnungen
Ehrenkreuz der Bundeswehr in Silber (2001)
Einsatzmedaille der Bundeswehr in Bronze (2006)
NATO-Medaille ISAF (2006)
Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold (2026)
Siehe auch
Weblinks
- Curriculum Vitae – Stephan Kurjahn. (PDF) In: bundeswehr.de.